Dienstag, 20. Dezember 2011

Lübecker Weihnachtsmarkt

Der Lübecker Weihnachtsmarkt war in meiner Erinnerung ganz verblasst. Nur Lebkuchenherzen und ein paar Büdchen zum Punsch trinken. 

Sohnemann und ich fuhren mit dem Zug nach Lübeck, um uns dort mit dem Papa zu treffen. Das war super! Am Bahnhof durfte der Lütte sich (ja ich bin ne olle Verwöhnmama) etwas aus dem Zeitungsladen aussuchen. Das haben wir auf der Fahrt jedoch gar nicht gebraucht. Es war kurzweilig, spannend und schön. 


  In Lübeck angekommen dämmerte es schon und die Stadt war verzaubernd schön mit Lichtern geschmückt. Und ebenso schön wie die Stadt, war dann auch der Weihnachtsmarkt.  
 
Das war ein glücksättigender Ausflug.

Freitag, 16. Dezember 2011

Wunschzettel

Kaum bei Marie gesehen, schon habe ich es nachgemacht. Ganz viele schöne Wunschzettel an den Weihnachtsmann gemalt.
Mein Sohn überrascht mich immer wieder mit seinen Wünschen, auf die ich zum Teil nie gekommen wäre! (Nagut, die Rakete wünscht er sich schon seit mindestens zwei Jahren): Da er eine schön abstrakte Maltechnik hat, habe ich auf die Rückseite noch einmal an den Weihnachtsmann die Wünsche geschrieben: eine Plastikrakete, einen leuchtenden Weihnachtsstern, dass seine Freundin direkt neben uns wohnt, damit er sie öfter sehen kann und er möchte gaaaanz schnell gaaanz groß sein, damit er selbst Auto fahren kann, weil er dann seine Freundin chauffieren möchte.

  Nachdem mein Sohn den 3. fertig hatte, schaute er mich ganz erstaunt an und fragte: Mama, wünscht du dir gar nichts? also setzte ich mich an meinen eigenen Wunschzettel, auf den dann eine Insel (symbolisch für Familienurlaub) und eine Uhr (symbolisch für mehr Zeit haben) kamen.
Da wir sehr viele Wunschzettel produzierten, ging gleich noch was an Oma und Opa, damit die dem Weihnachtsmann helfen können.
Danach sind wir gemeinsam zur Post gegangen und haben die Briefe abgeschickt. Und kaum abgeschickt, schon aus dem Sinn. Der Lütte hat die Briefe nicht mehr erwähnt.


Zwei Wochen später kam dann ein Antwortbrief vom Weihnachtsmann. Ich fand es total toll, aber mein Sohn schien überhaupt nicht beeindruckt. Als wäre es das normalste der Welt. Im Brief waren wie auch bei Marie noch zusätzlich Postkarten dabei, über die mein Sohn sich dann doch freute.

Dienstag, 13. Dezember 2011

Weihnachtsmarkt

So viele schöne Sachen haben wir uns für die Vorweihnachtszeit vorgenommen. Bisher wurde es leider mit der Fackelwanderung im Erlebniswald nichts, obwohl das mein heimlicher Favorit war und ich mich darauf ganz besonders freute. Auch ein Lebkuchenhaus haben wir noch nicht gebastelt. Denn mir war noch das Fiasko des letzten Jahres deutlich vor Augen. Damals habe ich die Zuckergussmischung einfach nicht richtig hinbekommen, entweder er war zu flüssig um zu kleben, oder er war zu fest zum verstreichen. Auch die Hauswände sind immer wieder zerbrochen - würde ich es nicht besser wissen, hätte ich geglaubt "made in china" ;-)

 
Dafür waren wir jedoch bereits drei mal auf dem Weihnachtsmarkt. Das erste Mal war es an einem nebeligen Sonntag. Die Welt verbarg sich hinter Schleiern und machte die Stimmung wunderbar still und geheimnisvoll. Wir fuhren auf einen Gutshof, wo ich den wundervollsten Weihnachtsmarkt seit Jahren fand! Der Parkplatz war bereits überfüllt mit Autos, so dass ich im Geiste meine Ellenbogen spitzte und tief Luft holte. Doch die Fläche war einfach zu gut aufgeteilt und zu groß, um drängeln zu müssen. Nicht nur im Hof waren hübsche kleine Stände aufgebaut, sondern auch in verschiedenen Stallgebäuden konnte man gemütlich schlendern. Wir fühlten uns so wohl, dass wir beschlossen, am nächsten Wochenende wieder dort hin zu fahren. Dann sollte nämlich zusätzlich noch ein Mittelaltermarkt aufgebaut werden. Außerdem hatten wir vor uns mit Kartoffeln, Kohl und sonstigem Gemüse einzudecken und zu diesem Zwecke beim zweiten Besuch extra einen großen Rucksack dabei.


Da wir ja nun bereits im Vorfeld auf Einkauf eingestellt waren, landete in unserem Rucksack und Tütchen: Kartoffeln, Weißkohl, Äpfel, Zauberbeerentee, Morgentautee, Gewürze: Chili, Liebstöckel, Maulbeeren, Gojibeeren, Käse, Schinken.  Alles nicht unbedingt typisch für einen Weihnachtsmarktbesuch, aaaber auf alle Fälle megalecker! Zum Abschluss bekamen wir dann noch eine Feuershow zum staunen um dann glückselig zu unserem Auto zu wandern.
Der dritte Weihnachtsmarktbesuch konnte mit dem Gutshof nicht ganz mit halten. Das war der obligatorische Kieler Weihnachtsmarkt. Es waren eben die immer gleichen Büdchen mit den immer gleichen Waren. Unser Sohn drehte eine Runde auf dem Kinderkarussel und nach nicht ganz einer Stunde waren wir alle drängel- und schubsgesättigt.


Für das nächste Wochenende haben wir den Lübecker Weihnachtsmarkt auf dem Plan. Dort war ich bereits im letzten Jahr ganz kurz im Zuge der Firmenweihnachtsfeier (mit mittelalterlichen Fackelführung durch die Hinterhofgassen von Lübeck - informativ und schön!). Wenn meine Erinnerung nicht täuscht, dann kann auch Lübeck mit dem gemütlichen Gutshofweihnachtsmarkt nicht mit halten, aber ich freu mich trotzdem auf den Ausflug.

Sonntag, 20. November 2011

Pläne

Ich musste jetzt ein ernstes Wort mit mir sprechen. Nein nein. Idealistisch zu sein, bringt niemandem etwas. Also werde ich wohl oder übel  Abstriche machen müssen in meiner Planung. Es ist beängstigend. Frustrierend. Traurig.


Derzeit habe ich jedoch einfach keine zeitliche Möglichkeit mich um Projekt ID zu kümmern. Meinen Haushaltsplan habe ich übrigens geringfügig überarbeiten können-besonders hilfreich war auch dies nicht. Es ist einfach nicht mehr Zeit rauszuholen.  Wir haben nun schon Mitte November. Weihnachten steht vor der Tür und neben Weihnachtsvorbereitungen, Studium, Arbeit, Haushalt und Kind, habe ich auch ein CD Cover, welches unbedingt erstellt werden soll. Die Zeichnungen sind fertig, nun fehlt also noch die Stundenlange PC Bearbeitung. Da bleibt einfach kein Raum für ein so komplexes Projekt, wie es mir vor schwebt. Somit wird das mein Vorsatz fürs neue Jahr: Projekt ID verwirklichen! 
Schon sehr beschämend. Seit einem halben Jahr schreibe ich nun schon darüber, dass ich in meinen Plänen nicht vorwärts komme.  Immerhin habe ich aber schon meine Recherchen abschließen können und eine Logo-Skizze, sowie erstes Material. Besser als nix, nicht wahr?

Mittwoch, 16. November 2011

Schaufenster

Nicht mehr lang, und der erste Advent steht vor der Tür. Dieses Jahr, mit dem letzten Novemberwochenende, ziemlich zeitig. Dementsprechend haben wir nun das Schaufenster der Firma meines Mannes ebenfalls zum Winter passend umdekoriert. 


Schweißtreibende Arbeit war das! Das Fenster ist 3,57 m lang und 1,48 m hoch. Somit musste ich leicht gebückt arbeiten – ich spür es immer noch im Rücken!
Zum 1. Advent werde ich noch einen Tannenbaum aus Pappe basteln und mit etwas Baumschmuck behängen und in Schaufenster stellen. Nach Silvester kommt dieser dann wieder raus. So haben wir eine Deko, die getrost bis Ende März stehen bleiben kann.
Ich finde die Arbeit hat sich gelohnt!


Dienstag, 15. November 2011

Gedanken

Wenn ich meinem Sohn beim rumalbern beobachte, wie er ausgelassen tobt und lacht und vor Aufregung ganz rote Bäckchen hat, dann habe ich inneren Frieden.
Wenn mein Sohn mir widerspricht und mich eines Besseren belehrt, dann bin ich nicht ärgerlich, sondern stolz. Stolz darauf, dass er gern frei seine Meinung äußert und genug Selbstbewusstsein hat, dabei standhaft zu bleiben. Ich freue mich, dass er keine Angst haben  muss, vor den Folgen eines Widerspruches gegen seine Mutter.


Wenn jemand versucht ihn zu Körperkontakt zu zwingen, dann bin ich erleichtert darüber, dass er den Unterschied zwischen „mein Körper“ und „dein Körper“ kennt und in der Lage ist sich abzugrenzen und seinen Intimstbeireich zur erwehren und zu schützen, denn niemand hat Rechte am Körper eines Anderen.

 
Wenn ich höre, welch lustige Quatschwörter er erfindet, oder auf Welche Art er sich die Zusammenhänge des Alltags erklärt, dann belehre ich ihn nicht eines Besseren, sondern freue mich, dass er selbst denkend und staunend eine Welt voller Wunder entdeckt.
Wenn ich bemerke, wie selbstverständlich mein Sohn „bitte“ und „danke“ in seinem Wortschatz pflegt, dann freue ich mich, dass er dies nicht durch Zwänge, Einforderungen oder Belehrungen erlernt hat. Sondern aus freiem Willen.
Wenn mein Sohn weint, dann bin ich ebenso tief berührt. Ich tröste ihn und bin gleichzeitig zufrieden damit, dass er seine Gefühle wahrnimmt und deutlich zeigt.


Eine Kinderseele sollte ohne in seiner Freiheit und Möglichkeit beschnitten zu werden, fliegen können, durch Phantasiewelten, Traumschlösser, Zauberstaub und eine bestaunenswerte Welt entdecken dürfen. Die Liste der Dinge, die Narben verursachen ist zu lang; Liebesentzug, Ermahnungen, Zurechtweisungen, Zwänge, Erpressungen, Strafen.

Ich bin glücklich, dass er genauso ist wie er ist, frei, selbstbewusst, vertrauensvoll, wild und voller Möglichkeiten. Ich brauche kein gehorsames gebrochenes Äffchen zum vorführen. Er ist nicht ändernswert, sondern einfach nur über alle Maßen liebenswert.


Dienstag, 1. November 2011

Halloween


Um Halloween mal so richtig genussvoll zu feiern, gingen wir mit Freunden, in den vom städtischen Kinderzirkus veranstalteten Halloweenzirkus. Von Richard Laymon gibt es ein Buch "die Show" in dem es um einen Halloweenzirkus geht, und das war schon ziemlich gruselig. Daran dachte ich immer wieder und hoffte, dass es auch nicht zu gruselig wird für unseren vierjährigen, dessen Vampirgebiss ich im Schrank verstecken musste, weil es in so sehr ängstigte.

Im Dienste der Organisation tauschten wir viele SMS um dann tatsächlich Pünktlich, bereits eine halbe Stunde vor Einlass dort umherzustromern. Dummerweise waren wir absolut närrisch und unbedacht und bildeten daher nicht etwa eine Reihe, sondern spielten Tischtennis mit Händen und Flummi. Als endlich die Türen geöffnet wurden, erkannten wir mit Schrecken: hinten anstellen! Daher konnten wir auch nicht nebeneinander sitzen, sondern verteilten uns dann auf verschiedene Sitzreihen. All die komplizierte Organisation - absolut überflüssig!

 
Es gab jede Menge Schwarzlicht, was selbstverständlich von den Kindern super angenommen wurde. Alle alberten mit gelben oder (falls ordentlich geputzt) weißen Zähnen herum und kicherten. Die Musik, die von Beginn an lief, war schon einmal ganz nach meinem Geschmack: ganz viel gothik - rock und ähnliches.
Laaange wurden wir auf die Folter gespannt, immer wieder gab es neuen Nebel auf der Bühne, bis es endlich losging. Es gab süße kleine balanzierende Marienkäferchen, die leider immer wieder herunterplumpsten. Tolle Tuchwedler - die Tücher waren fluorezierend und dank des Schwarzlichtes sah das wirklich sehr schön aus. Wir sahen seiltanzende Mädchen, die leider nicht ganz so schwerelos dahinschwebten, sondern immer wieder vom Seil rutschten und mit lautem krachen in den 50 cm tiefen Abgrund plumpsten. Es gab einen Zauberer, der einen Tisch schweben ließ - jedoch blieb unser Sohn davon völlig unbeeindruckt und meinte nur, das wäre irgendwo festgeklebt und ist ja gar kein zaubern. Wir durften zusehen, wie eine Gruppe Mädchen vorwärts, rückwärts und auf einem Bein Seil hüpfte, und auch mit Keulen wurde jongliert. Unser Lütter sagte dann zwischen zwei Shows:"na hoffentlich kriegen die das jetzt endlich mal hin!" . Nach einer kurzen Pause gab es dann Trampolin-Artistinnen, diese hatten weiße eng anliegende Kleidung an, die leider nicht für jede Schmeichelhaft war. in der Dunkelheit sah es dann dank des Speziallichtes sehr schön aus: als ob die Körper schwebten. Schöner wäre es gewesen, ein paar Saltos oder änliches zu sehen, als nur einfache kurze Hüpfer auf dem Trampolin. Die Bauchtänzerinnen wiederum waren sehr gut. Dann kam eine vierer Gruppe Tänzer, bei deren Auftritt ich leider nun wirklich einen Lachflash bekam. Keine Synchronität, kein Können. Ich wollte es wirklich nicht. Ich fand das echt gemein und respektlos. Trotzdem konnte ich mein Lachen kaum bremsen. Puh. Relativ schnell kam ich jedoch aus dem Lachen wieder heraus, als das Highlight begann. Nun wollten die Jongleure, die eben noch nicht einmal schafften ihre Ringe aufzufangen, mit brennenden Fackeln jonglieren! Ahaaaaa! Nun begann also der wirklich gruselige Teil! Ich muss zugeben das war wirklich spannend! Fasziniert starrten wir auf die Bühne und atmeten den beissenden Geruch der Gefahr. Nun hörte ich auch von meinem Schoßkind kein genörgel mehr, ob es jetzte endlich zu Ende ist. Unglaublich, aber die Kids haben es tatsächlich geschafft, ohne etwas fallen zu lassen oder abzufackeln!
Nach dem Finale verließen wir dann auch zügig den Zirkus und mein Sohn quängelte:"ich will jetzt aber auch mal Halloween feiern!"


Daher ließ ich ihn heute teilhaben an meinem Samhain - Ritual. Ich weiß gar nicht mehr wie das zustande kam, aber es ist inzwischen meine eigene kleine Tradition geworden. Wir schminkten den kleinen als Vampir, setzten uns an den Wohnzimmertisch, einen Behälter Wasser, eine feuerfeste Schale, Notizblätter und einen Stift. Dann schrieben wir auf kleine Zettelchen all die Sachen, die wir gern besser machen würden und verbrannten sie. Dass Feuer vernichtete symbolisch unsere Unfähigkeiten und gibt reinigende Kraft für eine positive Veränderung in uns. Zumindest möchte ich das gern glauben.