Montag, 22. Oktober 2012

Lichtschwimmer

Wieder gab es die wunderbare Veranstaltung "Lichtschwimmer". Bereits vor einigen Monaten waren wir dort, bei uns hatte es einen so verzauberten und entrückten Eindruck hinterlassen, dass wir unbedingt wieder hin wollte. Leider passte der Termin so gar nicht in unseren Kalender, an dem Wochenende waren wir zu einem Konzert in Hamburg, zudem hatte mein Mann mit seiner Band ein Konzert, und auf einer Kindergeburtstagsfeier waren wir auch. 
Fest entschlossen schoben wir es einfach dazwischen und freuten uns, dieses Mal zeitiger dort zu sein und alles richtig genießen zu können. Es gab auch einen kleinen Handkunstwerksmarkt und sogar die Sea Shepheard hatte einen kleinen Stand. 

Somit fielen unsere Mundwinkel ganz plötzlich nach unten, als wir die Halle betraten. Wir waren nicht nur die ersten, auch aufgeräumt von der Vorabendparty war noch nicht. Die Lichtinstallationen waren ebenfalls nicht angeschaltet und es war einfach nur eine Schwimmhalle in der ein paar komische Sachen standen. 

 
Den angekündigten Vortrag wollte ich mir dennoch anhören, denn wer weiß schon, wass eine Meditation mit "Aha-Effekt" ist? Somit spielte ich mit unserem Sohn einfach rutschen, denn im leeren Wasserbecken konnte man so schön vom Nicht-Schwimmer-Bereich in den Schwimmer-Bereich schlittern. Da kam dann ein Herr, der uns fragte, ob wir für den Vortrag gekommen sind, oder zum chillen. Ich fand die Frage irgendwie merkwürdig und sagte nur "beides" somit hat er uns gesagt, wo der Vortrag dann stattfinden wird (also er zeigte zur Bühne). Wir dankten und turnten kichernd weiter, bis wir ermahnt wurden, dass die Kinder Veranstaltungen erst ab 16 Uhr los gehen. Ich fand das irgendwie ganz frech, war ich doch der Meinung wir stören niemanden, schliesslich waren ja nur 5 Leute da. Also fragte ich Ihn, ob wir uns denn erst ab 16 Uhr bewegen dürfen. Ohje, da war ich dann wohl doch etwas vorlaut denn, komischerweise war der Vortrag in vollem Gange, ohne dass wir es bemerkt hatten. Der nette Vortrags-Mensch hat sich nämlich einfach vor eine Handvoll Leute gestellt und leise angefangen zu erzählen. Da es eine Bühne gab, mit Mikrofon und davor jede Menge Sitzplätze, dachte ich eben, es geht erst los, wenn jemand auf die Bühne geht....

Nun hatten wir auch keine Lust mehr zu schlittern und wollten dann einfach im Nebenraum über den Flohmarkt schlendern. Doch da waren nur 2 der aufgebauten Stände besetzt und es machte wirklich einfach keinen Spaß.
Ich hoffe beim nächsten Lichtschwimmer geben die sich wieder etwas mehr Mühe!

Dienstag, 11. September 2012

Gutes im Unguten

Hier nun mal etwas kurzes zum Thema Fernstudium/Fernlehrgang:

im Privatleben sind bisher viele aufwühlende, anstrengende und zeitraubende Dinge geschehen. Leider führt es, wie bereits angekündigt, dazu, dass ich lange lange Wochen wirklich nichts fürs Studium getan habe. Als mir bewusst wurde, wie viel ungenutzte Zeit schon ins Land gestrichen ist, setzte ich ein Schreiben auf, an die SGD, mit der Bitte, das Studium pausieren zu dürfen. 
Nur wenige Tage später erhielt ich einen freundlichen Brief, in dem mir mitgeteilt wurde, dass der Lehrgang unentgeltlich bis Juni 2014 verlängert wird. 
Das ist doch herrlich! Jetzt ist auch dieser böse, bissige Zeitdruck aus meinem Nacken verschwunden. Nun weiß ich, ich kann mich in Ruhe den zu klärenden Dingen widmen, ohne Anderes zu sehr zu vernachlässigen.

Also hier ein Apell an all die gestressten, berufstätigen, sich weiterbildenden Menschen dort draußen: Fragen bringt einen weiter! Fragt nach Aufschub, bittet um Hilfe, packt es an!


Dienstag, 21. August 2012

Ferien adé

... tzzzz als ob ich tatsächlich Ferien hatte. Wir hatten so schön "Campingurlaub" geplant. Den mussten wir leider abbrechen, da ich krank wurde. Und als ob das nicht traurig genug wäre, ist unsere Katze leider verstorben. Das war für uns alle sehr traurig. Aber Kinder sehen das so schön unkompliziert: unser Sohn ist felsenfest davon überzeugt, dass die Katze nun ein Engel ist und unsichtbar, und uns ganz oft besucht. 
Studium hinkt nach wie vor etwas, aber dafür habe ich auch endlich mal wieder eine 1 bekommen :-)

Auch Projekt ID fand keine weitere Beachtung. Ich brauche mehr Energie! Dann könnte ich Tagsüber dem Pflichtprogramm nachkommen und Nachts meinen Ideen und meinem Herzen folgen!
Wäre das schön!

 

Mittwoch, 13. Juni 2012

Ferien...

... habe ich beim Fernstudium leider nie. Naja, dafür habe ich ja jede Menge Nicht-Studium-Tage, dank des Zeitmangels. Gestern saß ich, wie jeden Montag, in dem Männerumkleideraum der Musikschule, um die Zeit für mein Studium zu nutzen. Ausnahmsweise war ich allein, so dass keine  Zweijährigen kreischend an mir vorbeitrampelten und auch keine Kleinkinder versuchten in meiner Tasche zu kramen, oder mir immer wieder meine Stifte stahlen um dann in meinen Heften rumzukrakeln. Sorry Muttis, aber ich muss schon sagen, auch bei Kleinstkindern kann man ruhig mal ein Auge drauf werfen, was diese so treiben!


 Nein. Dieses Mal umgab mich friedliche Stille, ich hörte ab und zu die Kinder im Unterricht singen und hätte mich bequem und konzentriert meinen Unterlagen widmen können. Doch es ging einfach nicht. Ich habe  2 Seiten geschafft durchzuarbeiten, aber meine Konzentration war einfach weg. Immer wieder ertappte ich mich, wie meine Gedanken abschweiften. Durch die vielen Tage, die zwischen den Lerneinheiten liegen, ist es unheimlich schwer immer wieder ins Thema zu finden und kostet mehr Energie. Und das kleine Teufelchen auf meiner Schulter flüsterte unentwegt:"Lass es sein. Hör auf dich zu stressen. Meld das Studium ab." Natürlich, in der momentanen Situation ist der Gedanke, es einfach sein zu lassen, unglaublich verlockend.


Ich frage mich, ob das alles überhaupt etwas bringt. Natürlich verschafft es mir ein wenig Hintergrundwissen und bestimmte Zusammenhänge lassen sich auch viel besser nachvollziehen, aber: interessiert es irgendeinen Arbeitgeber was ich hier mache? Hat das Ganze überhaupt irgendeine Wirkung, irgendeinen Vorteil? 
Ich wünschte ich hätte etwas mehr Ehrgeiz.

Dienstag, 5. Juni 2012

Mehr Kinder...

... brauchen wir! Das habe ich nach einem wundervoll lässigen Besuch bei Freunden festgestellt.
Unsere Freunde (2 Erwachsene und 2 Mädels) luden uns ein, teil ihres Experimentes zu werden.
Sie planen für die Sommerferien einen Wohnwagen-Frankreich-Camping-Urlaub und wollten auf einem Campingplatz in der Nähe, mit ihrem frisch ge-ebay-ten Wohnwagen einen ersten Testlauf starten. Dabei wurde somit auf Comfort getestet, vor allem aber, wurde geschaut, woran man bei so einem Ausflug denken muss, was unbedingt mit dabei sein muss und ob die vorhandene Ausrüstung ausreicht.
Nagut, so detailiert haben sie uns das weder beschrieben, noch fühlte es sich wie ein Testlauf an


Mittags kamen wir dort an, schnappten unsere Sachen und auf ging es, mit den Kindern zum Strand. Und nun war absolut keine Kinderbetreuung, Kinderbespaßung oder sonstiges notwendig. Die Kinder spielten, wir entspannten, die Männer klimperten auf der Gitarre.

Von hungrigen Mägen getrieben, schlenderten wir zurück zum Wohnwagen und bauten unseren Minigrill zusammen. Die Kinder trollten sich. Wir Frauen kümmerten uns um unseren Wein und die Männer besorgten das Essen - soll heißen sie grillten und schnitten ein wenig Gemüse. Pünktlich zur Mahlzeit fand ich die 3 Kinder dann auch endlich, bei einer Steinformation, dort spielten sie schön friedlich und hatten jedem Stein einen Namen gegeben. 

Mein Mann fragte unseren Gastgeber, warum denn da so komisch Gaffatape zwischen Wohnmobil und Ausklapptischchen ist und erhiel die schlaue Antwort, dass solle die hässlichen Schrauben verbergen die nicht ganz fachmännisch angebracht waren. ( der Tisch wurde außen an den Wagen "geklemmt" und hatte ein ausklappbares Tischbein zur Stütze). Wir befüllten also, so  ästhethisch wie möglich, das Tischlein die Kinder verkündeten lautstark wie unglaublich hungrig sie seien und dann, als gerade alle Teller befüllt waren, brach der Tisch zusammen! Er kippte förmlich auf die Kinder drauf. Was für eine Sauerei! Wir Erwachsenen fanden das sehr lustig. Die Kinder überhaupt gar nicht. Mein Sohn war sehr sauer, weil sein schönes Essen auf dem Boden lag und er so furchtbar hungrig war. 
Wir beseitigten den Müll und Picknickten dann einfach auf der Wiese. Nachdem die Kinder endlich satt waren und genügend Toastbrot auf dem Grill verkohlen ließen, verschwanden sie wieder.


Bei uns ging es dann gemütlich weiter. Mein Mann spielte alten Rock´n Roll und Swing und wir genossen unseren Wein. Später kam ein weiterer Camper dazu, der seine Chance nutzte, schnell seine eigene Gitarre holte und es entwickelte sich zu einer fröhlichen Runde. Mein Mann spielte dann irgendwann Schlagzeug auf Gläsern. Die Kinder tauchten ebenfalls, mit schwarzen Gesichtern (sie hatten Kohle am Strand gefunden und sich bemalt), pünktlich zur Musiksession wieder auf, so dass wir alle fröhlich miteinander tanzten.

Das war ein toller Tag! Ich hörte den ganzen Tag kein "Maaaaamaa, guck mal!" kein gejammer, kein geschimpfe, niemanden zu bespielen, ... so entspannt. 
Also dachte ich mir, mehr Kinder zu Hause zu haben wäre ja nicht schlecht. Nur wo soll ich sie hernehmen? Wenn wir jetzt noch Nachwuchs bekämen, wäre der Altersabstand zu groß als dass wir solche lässigen Momente erleben könnten.

Also bin ich weiter damit beschäftigt Fragen zu beantworten wie:"Warum kann man auf dem Saturn nicht leben" und "Warum machen Busse und LKW manchmal solche Zischgeräusche?" Also, ich google jetzt mal LKW-Zischgeräusche...



Mittwoch, 16. Mai 2012

Sinn oder Unsinn


Der fleißige Leser wird sich still und heimlich fragen: was ist aus ihrer Idee geworden?
Nachdem ich Ende des vergangenen Jahres einen Aufschub entschied, bleibe ich den Zeitpunkt der Umsetzung noch immer schuldig. Es gibt Momente, da spiele ich tatsächlich mit dem Gedanken, es einfach sein zu lassen. Soooo super ist die Idee nun auch wieder nicht. Doch eigentlich ist das mein kleines Faules Ich, dass sich dann meldet. Natürlich ist meine Idee nichts Neues, dennoch möchte ich gern etwas kleines Eigenes auf die Beine stellen. Derzeit ist die Zeitplanung dafür noch immer sehr schwierig. Der Lütte ist zwar inzwischen schon 5, benötigt dennoch viel Aufmerksamkeit. Dann kommen noch Arbeit und Haushalt hinzu sowie die gängigen Termine. Letzte Woche hat zu allem Überfluss auch noch unsere Kinderfrau gekündigt. Sie kam bisher einmal pro Woche für 3 Stunden, damit ich in diesen 3 Stunden mein Fernstudium bekümmern kann. Was macht Frau also, mit vielen Ideen und Wünschen, die umgesetzt werden wollen, ohne Möglichkeiten dazu? Vielleicht sollte ich einfach nur Geld mit meinen Ideen verdienen? Jawohl, ich könnte doch eine Homepage errichten, auf der ich Ideen verkaufe an Leute, die das besser Verwirklichen können?!
Letztendlich steht das Wachstum meines Vorhabens am Punkt: "Prototyp herstellen" still.