Dienstag, 5. Juni 2012

Mehr Kinder...

... brauchen wir! Das habe ich nach einem wundervoll lässigen Besuch bei Freunden festgestellt.
Unsere Freunde (2 Erwachsene und 2 Mädels) luden uns ein, teil ihres Experimentes zu werden.
Sie planen für die Sommerferien einen Wohnwagen-Frankreich-Camping-Urlaub und wollten auf einem Campingplatz in der Nähe, mit ihrem frisch ge-ebay-ten Wohnwagen einen ersten Testlauf starten. Dabei wurde somit auf Comfort getestet, vor allem aber, wurde geschaut, woran man bei so einem Ausflug denken muss, was unbedingt mit dabei sein muss und ob die vorhandene Ausrüstung ausreicht.
Nagut, so detailiert haben sie uns das weder beschrieben, noch fühlte es sich wie ein Testlauf an


Mittags kamen wir dort an, schnappten unsere Sachen und auf ging es, mit den Kindern zum Strand. Und nun war absolut keine Kinderbetreuung, Kinderbespaßung oder sonstiges notwendig. Die Kinder spielten, wir entspannten, die Männer klimperten auf der Gitarre.

Von hungrigen Mägen getrieben, schlenderten wir zurück zum Wohnwagen und bauten unseren Minigrill zusammen. Die Kinder trollten sich. Wir Frauen kümmerten uns um unseren Wein und die Männer besorgten das Essen - soll heißen sie grillten und schnitten ein wenig Gemüse. Pünktlich zur Mahlzeit fand ich die 3 Kinder dann auch endlich, bei einer Steinformation, dort spielten sie schön friedlich und hatten jedem Stein einen Namen gegeben. 

Mein Mann fragte unseren Gastgeber, warum denn da so komisch Gaffatape zwischen Wohnmobil und Ausklapptischchen ist und erhiel die schlaue Antwort, dass solle die hässlichen Schrauben verbergen die nicht ganz fachmännisch angebracht waren. ( der Tisch wurde außen an den Wagen "geklemmt" und hatte ein ausklappbares Tischbein zur Stütze). Wir befüllten also, so  ästhethisch wie möglich, das Tischlein die Kinder verkündeten lautstark wie unglaublich hungrig sie seien und dann, als gerade alle Teller befüllt waren, brach der Tisch zusammen! Er kippte förmlich auf die Kinder drauf. Was für eine Sauerei! Wir Erwachsenen fanden das sehr lustig. Die Kinder überhaupt gar nicht. Mein Sohn war sehr sauer, weil sein schönes Essen auf dem Boden lag und er so furchtbar hungrig war. 
Wir beseitigten den Müll und Picknickten dann einfach auf der Wiese. Nachdem die Kinder endlich satt waren und genügend Toastbrot auf dem Grill verkohlen ließen, verschwanden sie wieder.


Bei uns ging es dann gemütlich weiter. Mein Mann spielte alten Rock´n Roll und Swing und wir genossen unseren Wein. Später kam ein weiterer Camper dazu, der seine Chance nutzte, schnell seine eigene Gitarre holte und es entwickelte sich zu einer fröhlichen Runde. Mein Mann spielte dann irgendwann Schlagzeug auf Gläsern. Die Kinder tauchten ebenfalls, mit schwarzen Gesichtern (sie hatten Kohle am Strand gefunden und sich bemalt), pünktlich zur Musiksession wieder auf, so dass wir alle fröhlich miteinander tanzten.

Das war ein toller Tag! Ich hörte den ganzen Tag kein "Maaaaamaa, guck mal!" kein gejammer, kein geschimpfe, niemanden zu bespielen, ... so entspannt. 
Also dachte ich mir, mehr Kinder zu Hause zu haben wäre ja nicht schlecht. Nur wo soll ich sie hernehmen? Wenn wir jetzt noch Nachwuchs bekämen, wäre der Altersabstand zu groß als dass wir solche lässigen Momente erleben könnten.

Also bin ich weiter damit beschäftigt Fragen zu beantworten wie:"Warum kann man auf dem Saturn nicht leben" und "Warum machen Busse und LKW manchmal solche Zischgeräusche?" Also, ich google jetzt mal LKW-Zischgeräusche...



Mittwoch, 16. Mai 2012

Sinn oder Unsinn


Der fleißige Leser wird sich still und heimlich fragen: was ist aus ihrer Idee geworden?
Nachdem ich Ende des vergangenen Jahres einen Aufschub entschied, bleibe ich den Zeitpunkt der Umsetzung noch immer schuldig. Es gibt Momente, da spiele ich tatsächlich mit dem Gedanken, es einfach sein zu lassen. Soooo super ist die Idee nun auch wieder nicht. Doch eigentlich ist das mein kleines Faules Ich, dass sich dann meldet. Natürlich ist meine Idee nichts Neues, dennoch möchte ich gern etwas kleines Eigenes auf die Beine stellen. Derzeit ist die Zeitplanung dafür noch immer sehr schwierig. Der Lütte ist zwar inzwischen schon 5, benötigt dennoch viel Aufmerksamkeit. Dann kommen noch Arbeit und Haushalt hinzu sowie die gängigen Termine. Letzte Woche hat zu allem Überfluss auch noch unsere Kinderfrau gekündigt. Sie kam bisher einmal pro Woche für 3 Stunden, damit ich in diesen 3 Stunden mein Fernstudium bekümmern kann. Was macht Frau also, mit vielen Ideen und Wünschen, die umgesetzt werden wollen, ohne Möglichkeiten dazu? Vielleicht sollte ich einfach nur Geld mit meinen Ideen verdienen? Jawohl, ich könnte doch eine Homepage errichten, auf der ich Ideen verkaufe an Leute, die das besser Verwirklichen können?!
Letztendlich steht das Wachstum meines Vorhabens am Punkt: "Prototyp herstellen" still.

Dienstag, 15. Mai 2012

Einkaufsliste 8

Für das "Batikprojekt" hatte ich jeweils für den Lütten und für micht ein einfarbiges Shirt bei H&M gekauft sowie Textilfarbe.

Danach bekam der Lütte einen "Profikompass" und ich ein neues Buch, und in der vergangenen Woche habe ich jede Menge Zeitschriften gekauft.
Für die Katze eine schicke Bürste und Spielzeug.


Montag, 30. April 2012

Batik

Ich habe noch nie in meinem Leben ein T-Shirt gebatikt. Nein gelogen, jetzt hab ich es! Ich dachte es wäre eine schöne Regenwetterdrinnenbeschäftigung und mein Sohn würde riesigen Spaß beim verschnüren des Stoffes haben. Naja leider war er nicht so Flamme wie ich. Aber wir haben ihm immerhin ein grün-gelbes Shirt gefärbt. Ich hätte ja gern die psycho-Kreisel drauf gehabt, aber er wollte es gestreift. Hier nun also eine Bilddokumentation:



Ich begann schon wild darüber zu spekulieren, welche Farben toll zusammen aussehen würden, und welche Schnürung/Verknotung, die schönsten Muster hervorbringt. Bis mir dann einfiel, dass ich diese Art von Shirt wahrscheinlich eher selten tragen werde. Ich habe also ein mal in meinem Leben gebatikt.

Freitag, 27. April 2012

aus der Umlaufbahn

Manchmal passieren ganz still und leise Dinge, die einen ganz gewaltig aus der Bahn werfen. Man merkt es erst gar nicht, und dann boooom, weiß man plötzlich nicht mehr weiter. Die Umlaufbahn, die man sonst durchzog, scheint plötzlich unerreichbar weit weg. Man hat tausend Gedanken im Kopf und kann einfach nicht den einen Gedanken finden, der einem zurück ins Gleichgewicht verhilft. Wie einfach müssen doch jene Zeiten gewesen sein, in denen ein König das Sagen hatte und niemand etwas von Planeten und Asteroiden und Umlaufbahnen wußte.


Donnerstag, 26. April 2012

Allerhand Bremsen

Natürlich haben wir in meiner Blogabzsinenzzeit viele schöne Erlebnisse gesammelt.
So durfte unser Fünfjähriger zum ersten Mal einem Metalkonzert vom Papa beiwohnen. Er hat selbstverständlich nicht nur Ohrenstöpsel in- sondern auch Kindergehörschutz auf die Ohren bekommen und war so cool. Ziemlich schnell fühlte er sich wohl genug, um selbstständig und ohne Umschweife zwischen Backstage Bereich und Zuschauerraum zu wechseln. Ich war ständig auf Trab. Aber es war toll, dass er Papa endlich mal auf der Bühne sehen durfte.

Auf Grund eines Zeitungsartikels, in dem von Narzissenwiesen die Rede war, machten wir uns am Sonntag auf zum Narzissenfest. Den Ort gaben wir in unser "Nüvi" ein und glaubten, diesen gar nicht zu brauchen, da man so gelbe Narzissenwiesen ja schon von weitem sehen müsste. Irgendwann zweifelten wir dann an der Navigation, denn wir brauchten ca. 2,5 h um dort anzukommen uuuund: wir sahen keine Narzissen. Ein freundlicher Bauer schickte uns auf eine Parkwiese und so fanden wir uns wieder in einem Garten, irgendwo im nordfriesischen Nichts, wo verschiedene Bündel Narzissen wuchsen. Diese waren sehr hübsch, da dort Sorten gezüchtet wurden, die ich noch nie gesehen habe. Zusätzlich gab es noch einen Kunsthandwerksmarkt, ein Kinderbastelzelt und sogar richtig schöne live Musik.

 
Nur leider waren es eben nicht die in der Zeitung angepriesenen Narzissenwiesen. Die Veranstaltung war wirklich sehr schön und liebevoll umgesetzt, nur wenn ich ehrlich bin, dafür muss man keine 2,5 Stunden fahren. Nach der Veranstaltung waren wir dann noch am Nordseestrand, wo ich staunte, dass dort die Wellen viel höher sind und die See so viel unruhiger als ich es von der Ostsee gewohnt bin.

Nur mit dem Studium, da läuft es immernoch sehr sparsam. in den letzten zwei Wochen hatte ich kaum Zeit mich überhaupt ran zu setzen. Und es ist anstrengend und ärgerlich, die so spärlich gewordene Freizeit nicht für mich sondern fürs Lernen zu nutzen. Ja ich weiß, ich lerne doch für mich.