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Freitag, 9. November 2012

dunkel munkel

Wir sind mitten in der Laternenlaufhochsaison! 
Selbstverständlich gab es mit dem Kindergarten schon eine Laternentour mit Kinderpunsch. Nächste Woche haben wir schon eine private Laternenlauffeier mit abgrillen im Kalender stehen, aber letzte Woche, da haben wir etwas ausprobiert, das wir  im vergangenen Jahr nicht schafften :dunkel munkel Nächte im Wildtierpark Eekholt.
Im dunkeln nur mit Taschenlampen oder Laternen durch den dunklen dunklen Wald schleichen und sich gruseln-das hörte sich sooo toll an!
Erst einmal staunten wir nicht schlecht über die relativ hohen Preise (8,-EUR pro Erwachsenen und 6,50 EUR pro Kind). Irgendwie war ich ja der festen Überzeugung, das wäre so eine kleine Geheimtipveranstaltung. Doch als wir den Eingang passierten, präsentierte sich uns eine große Menschenansammlung! Überall waren Lagerfeuer entzündet und um uns herum liefen allerhand Hexen und Fantasiewesen herum deren Häupter blinkend erstrahlten.


Ich hatte - ganz die Supermamiehefrauheldin - Glühwein in einer Thermoskanne dabei, Erdbeertee für die Kinder, getrocknete Erdbeeren und NickNacks. Mehr dachte ich, werden wir gar nicht essen, weil doch so eine Nachtwanderung nach spätestens einer Stunde schon vorbei ist - wie lange können kleine Kinder schon laufen?! Tja später wurde ich von der Supermamieehefrauheldinkonkurenz ausgelacht, weil meine Familie nach 2 Stunden dann  hungernd woanders Brote schnorren ging.

Abgehend von dem mit bengalischen Feuern beleuchteten Hauptweg, gab es in Eekholt einen richtig richtig tollen Gruselpfad. Dessen Eingang wurde von zwei Fantasiewesen bewacht. Diese achteten darauf, dass alle Lichter vor betreten des Pfades erloschen sind. Dann hangelte sich eine laaaaange Menschenraupe (es war ja nun leider wirklich sehr voll) an einem Seil nachtblind durchs Gestrüpp. Hier und da hing ein Gespenst in den Bäumen und es wurde boshaft gekichert.

Die letzte Wegstrecke mussten die Kinder huckepack - die waren uns einfach zu langsam. 
Das freundliche Eekholter Hexenvolk erklärte auf Nachfrage, dass die Tiere das richtig toll finden, wenn Nachts dort was los ist. Und tatsächlich standen jede Menge Tiere an den Zäunen und ließen sich füttern. Das finde ich nach wie vor sehr wunderlich. Denn es war voll, es war laut und es blinkte unentwegt (Epileptiker hätten es nicht einmal bis zum Hauptweg geschafft). Ich behaupte ja insgeheim, dass die Tiere nur so zutraulich waren, weil es bei solchen Veranstaltungen ganz besonders viele leckere Sachen gibt.



Donnerstag, 26. April 2012

Allerhand Bremsen

Natürlich haben wir in meiner Blogabzsinenzzeit viele schöne Erlebnisse gesammelt.
So durfte unser Fünfjähriger zum ersten Mal einem Metalkonzert vom Papa beiwohnen. Er hat selbstverständlich nicht nur Ohrenstöpsel in- sondern auch Kindergehörschutz auf die Ohren bekommen und war so cool. Ziemlich schnell fühlte er sich wohl genug, um selbstständig und ohne Umschweife zwischen Backstage Bereich und Zuschauerraum zu wechseln. Ich war ständig auf Trab. Aber es war toll, dass er Papa endlich mal auf der Bühne sehen durfte.

Auf Grund eines Zeitungsartikels, in dem von Narzissenwiesen die Rede war, machten wir uns am Sonntag auf zum Narzissenfest. Den Ort gaben wir in unser "Nüvi" ein und glaubten, diesen gar nicht zu brauchen, da man so gelbe Narzissenwiesen ja schon von weitem sehen müsste. Irgendwann zweifelten wir dann an der Navigation, denn wir brauchten ca. 2,5 h um dort anzukommen uuuund: wir sahen keine Narzissen. Ein freundlicher Bauer schickte uns auf eine Parkwiese und so fanden wir uns wieder in einem Garten, irgendwo im nordfriesischen Nichts, wo verschiedene Bündel Narzissen wuchsen. Diese waren sehr hübsch, da dort Sorten gezüchtet wurden, die ich noch nie gesehen habe. Zusätzlich gab es noch einen Kunsthandwerksmarkt, ein Kinderbastelzelt und sogar richtig schöne live Musik.

 
Nur leider waren es eben nicht die in der Zeitung angepriesenen Narzissenwiesen. Die Veranstaltung war wirklich sehr schön und liebevoll umgesetzt, nur wenn ich ehrlich bin, dafür muss man keine 2,5 Stunden fahren. Nach der Veranstaltung waren wir dann noch am Nordseestrand, wo ich staunte, dass dort die Wellen viel höher sind und die See so viel unruhiger als ich es von der Ostsee gewohnt bin.

Nur mit dem Studium, da läuft es immernoch sehr sparsam. in den letzten zwei Wochen hatte ich kaum Zeit mich überhaupt ran zu setzen. Und es ist anstrengend und ärgerlich, die so spärlich gewordene Freizeit nicht für mich sondern fürs Lernen zu nutzen. Ja ich weiß, ich lerne doch für mich.  




Mittwoch, 28. März 2012

Ereignisreich

Das vergangene Wochenende war angefüllt von schönen Erlebnissen und verschiedensten Ausflügen.
Die Wetterleute sprachen von herrlichem Sonnenschein, daher beschlossen wir als erstes zur Krokusblüte nach Husum zu fahren. Dort blühen im Schlosspark jedes Jahr Millionen von wilden Krokussen. Damit meine ich, die werden nicht jedes Jahr extra für die Touristen gepflanzt, nein, das anpflanzen geschah bereits vor langer langer Zeit, als die Welt noch aus Märchen bestand und Prinzen sich eine Safranzucht wünschten.
Trotz des vielsagenden Schildes


waren dennoch viel zu viele Blüten zertrampelt. Auch die Wetterheinis hatten unrecht. Husum war wohl der einzige Ort, an dem man nicht von blauem Himmel umgeben war. Das hatte zur Folge, dass die heilgebliebenen Krokusse ebenfalls nicht ihre volle Pracht präsentierten. Schade eigentlich. Ich hatte mich so sehr auf träumerische Fotos gefreut!
Außer den Krokusblüten konnte man auch den Kunsthandwerksmarkt vor dem Schloss beäugen.


In Kiel gab es wieder die Messe zu Klima und Umwelt. Ich finde es jedesmal schön. Es kostet keinen Eintritt und für Kinder gibt es jede Menge Bastelaktionen zum Thema Nachhaltigkeit und Recycling.
Wir berechneten dort unseren ökologischen Fußabdruck, informierten uns über Flugwindkraftwerke und erfragten sämtliche technische Details der ausgestellten Elektrofahrzeuge. Während dessen bastelte Sohnemann ein Portmonaie aus einem Tetra Pack Orangensaft, sowie ein Solarbetriebenes Karussel.
Natürlich ließen wir auch den Parcour der Verkehrswacht nicht aus.


Da die Sonne sich so viel Mühe gab, die Wolken fern zu halten, fuhren wir direkt weiter zum Leuchtturm nach Bülk. Erklommen dort alle 98 Stufen und hatten dann einen herrlichen Ausblick!


Schön, von der Sonne wachgekitzelt zu werden! Winterträgheit adé!

Mittwoch, 22. Februar 2012

Lichtschwimmer

Puuuhhh jetzt bin ich eben sauer geworden! Einen schönen unterhaltsamen, langen Text habe ich eben voller kreativer Energie getippt, und alles auf einen Schlag weg. Blöde Tastenkombinationen!
Nun wird mein Text wohl erheblich kürzer und humorloser werden, da ich nun müde bin und endlich endlich die Äuglein schließen möchte.

Wir waren also, wie der Titel schon ankündigt, bei "Lichtschwimmer". Es war toll! Total uninformiert (meine Informationen beschränkten sich auf "da kann man ne Ausstellung angucken und bissel Kaffee schlürfen) stolperten wir in träumerische Lichtinstallationen (dank Diaprojektoren), taumelten an fluoreszierenden Bildern vorbei, in eine Schwimmhalle voller Lichter und Musik.

Dort, im wasserlosen Schwimmbecken chillten wir mit einem Chai-Tee in der Hand, während eine Kinderschar vor Spaß glucksend, auf dem schrägen Beckenboden, Sockfuss schlitterten. An der Decke schwomm ein Hai, zwischen schwebenden Bildern. Im Nebenraum konnte man über eine Leinwand verfolgen wie ein Mediengestalter live bilder über PC zeichnete. 
Später tauchten dann zwei sehr schräge Personen auf, die etwas aus einem Berliner Kleinkunsttheater vorführten. Das ganze hat mich schon etwas verstört. Die Intension war (wie ich finde) sehr eindeutig, aber die Umsetzung ... naja es fiel - gerade als er in eine Schüssel sang - schwer die beiden ernst zu nehmen. Es war aber auch nicht lustig genug um zu lachen (zumal unklar war ob man die Künstler durch lachen beleidigt).



Danach verfolgten wir gespannt, wie allerlei Technik auf der Bühne aufgebaut wurde. Über eine große Leinwand konnten wir verfolgen wie jemand ein Konsolenspiel (Limbo) spielte und die beiden Musiker improvisierten dazu die musikalische Untermalung. Das war sehr spannend. Gerade zu Beginn recht dramatisch. Gerade als ich mich darüber freute, dass diese Veranstaltung schön verträumte Kunst enthielt und auch noch so toll Kinderfreundlich ausgerichtet war, wurde der Junge auf der Leinwand das erste mal "zerhackt" von einer Bärenfalle. Mich persönlich stört da ja eigentlich nicht, aber da unser Lütter ebenfalls staunend neben uns saß, war ich sehr geschockt. Gerade als ich überlegte, dass er das vielleicht gar nicht registriert hat, kam eine Riesenspinne ins Spiel. Ok. wir schnappten uns unsere Sachen und zogen die Jacken auf dem Weg nach draußen an. Erst da bemerkte ich, wie gut sich die Halle inzwischen gefüllt hatte und wie viel junges Publikum anwesend war. Überall fanden sich kleine Grüppchen mit Bierflaschen oder Weingläsern in der Hand, die entweder chillten, oder sich angeregt austauschten. Schade dass wir schon gehen mussten. Ich hätte gern noch weitere Vorführungen gesehen. Aber mit Kind war das nun nicht mehr möglich. Schade nur dass es vorher keinen Hinweis gab FSK 12 oder so.

Dienstag, 21. Februar 2012

Karneval!!!

Also ich kann über Büttenreden selten Lachen (kommt auf den Alkoholpegel an) und auch Tanzgarden finde ich nicht so spannend. Meine Schwiegereltern sind allerdings im Karnevalsverein und weil ich finde, dass man nicht nur für die liebe Familie, sondern auch fürs liebe Kind, Opfer bringen kann erfreuten wir uns beim Kinderkarneval. Dieser war nun wirklich mal was schönes für Kinder. Kinderdisko mit vielen Spielen und ein paar Funkenmariechen, die ihre Beinchen in die Luft schleuderten.
Ja ich gestehe: ich habe fast die ganze Zeit getanzt!

Mittwoch, 15. Februar 2012

Reisemesse

In Hamburg fand DIE große Reisemesse des Jahres statt! Insider verrieten mir, da wäre auch etwas für Kinder aufgebaut, man kann super Reise-Schnäppchen machen und es wäre dort auch zu "Stoßzeiten" nicht so voll, dass man drängeln müsste. Da wir natürlich nur Sonntags Zeit hatten, fuhren wir noch vor dem Frühstück los. Auf der Autobahn fuhr dann ein Polizeiwagen vor uns: "Bitte folgen". Wir fuhren brav hinterher. Der Wagen fuhr auf die linke Spur, wir hinterher. Der Wagen fuhr auf die rechte Spur, wir hinterher. Der Wagen fuhr wieder auf die linke Spur. Der Polizeiwagen schlingerte ununterbrochen hin und her. Ich dachte ernsthaft darüber nach, ob der Wagen gestohlen war und darin Jugendliche saßen, die gerade Autofahren übten. Mein Mann zeigte weniger Kreativität und dachte, die Polizisten wären betrunken. Dann erst wurde uns klar: das "Bitte folgen" war wohl allgemein gehalten und sollte eine Autobahnsperre sein. Also fuhren wir ab (die anderen Autofahrer haben uns total dämlich angestarrt, weil die auch dachten wir wären gemeint) und wählten eine Alternativstrecke. Insgesamt brauchten wir durch diese Aktion eine ganze Stunde länger.


In HH angekommen erwies sich die Parkplatzsuche als sehr schwierig, da nicht zeitgleich Alstervergnügen sondern auch ein Fußballspiel stattfanden. Nach einer weiteren dreiviertelstunde Parkplatz suchen, fanden wir sogar einen kostenfreien Platz direkt an der Quelle!
Trotz der anderen Freizeitangebote war die Messe mehr als gut besucht. Der Lütte wurde ein paar mal umgerannt und irgendwie habe ich mir das ganze aufregender, spannender und abenteuerlicher vorgestellt. Na gut, wir konnten uns das "MännerMobil" anschauen. Das ist ein Wohnmobil mit integriertem Grill und Bierzapfanlage. Wenn man jedoch vorher nicht geplant oder zumindest überlegt hat, welche Infos man sich holen möchte, dann hat man ganz klar verloren.

 Was toll war: die Pippi Langstrumpf Vorführung! Das war natürlich von einem Schwedischen Reiseveranstalter, denn in Vimmerby in Schweden gibt es eine Astrid Lindgren Welt. Dort gibt es Bullerby, die Mattisburg, die Krachmacherstraße, Katthult und vieles mehr. Um ordentlich die Werbetrommel zu rühren, war Pippi also höchst persönlich, gemeinsam mit den zwei Polizisten da, um uns einen Vorgeschmack auf unenedlichen Spaß zu geben. Natürlich war die Vorführung auf schwedisch, aber Spaß versteht man in jeder Sprache. Klein und Groß haben sehr gelacht. Zum Abschluss holte Pippi sogar noch einen leckeren Kuchen und lud alle Kinder zum Kuchenessen ein! 

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Bauernmarkt

Bauernmarkt am Wochenende in der Innenstadt. Und am Sonntag zusätzlich Verkaufsoffener Sonntag! Das schreit doch förmlich nach einer Frau (also mir), fünf befüllbare Taschen oder Tüten und bequemen Schuhen!
Neee, wir sind nach den ersten 10 Metern schnell rein in den Drogeriemarkt um uns mit Reinigungsmitteln und Klopapier einzudecken, haben im vorbeirauschen noch schnell ein paar Äpfel eingepackt und sind dann schnell zurück zum Auto gedrängelt. So viele Menschen habe ich das letzte Mal zur Kieler Woche gesehen! Was enttäuschend war: zumindest in dem Bereich, den wir durchkämpft haben war nichts von Bauern und Bauernhof zu sehen. Traurige Bilanz: ein 5qm großer eingezäunter Ziegenstreichelzoo, und jede Menge „unser Norden“ Werbestände, dazwischen Bonbon und Salmi-Buden. Das hab ich mir irgendwie romantischer, idyllischer vorgestellt.  Wir waren zum Schluss (und das nach nur 15 Minuten) gereizt, genervt und schlecht gelaunt.


 Da sehnte ich mich ins Wildtiergehege zurück in dem wir am Vortag waren. Das war schönes spazieren gehen, Bucheckern sammeln, einen Damm aus Stöckchen in einem Bach bauen, Eichhörnchen und Muflons beobachten, über Baumstämme balancieren, und den nussigen Herbstduft atmen. Dabei fallen mir dann längst vergessene Dinge aus meiner Kindheit ein, wie z.B. wie ein Buchenblatt aussieht, welche Pilze giftig sind, wie Buschwindröschen aussehen, ...
Ich liebe die Wälder - damit kann so ein vollgestopfter Bauernmarkt nicht konkurieren.

Mittwoch, 14. September 2011

stadtnatur

Am Wochenende gab es eine Tolle Aktion: "der lange Tag der Stadtnatur". Bereits im Vorfeld erhielt ich hierzu Werbung, da ich als BUND Mitglied regelmäßig mit aktuellen Informationen versorgt werde. Leider habe ich es mir dennoch nicht in den Kalender eingetragen und somit viele tolle Aktionen verpasst: Besuch beim Hobby-Imker im Schrebergarten, Waldführung mit einem Jäger, Führung über eine renaturalisierte (oder wie auch immer man so etwas nennt) Mülldeponie und vieles vieles mehr.
Am Samstag waren wir zu einer Grillfeier eingeladen und haben den Lütten kurzerhand mitgenommen. Das war eine schöne gemütliche Runde, nur leider nicht allzu lang, da wir ja noch jemanden ins Bett bringen mussten. Doch Sonntag entschlossen wir uns zu einem Vogelnestbau mit Jägern und fuhren nach einem kurzen Ablenker über den Flohmarkt, zum Jägerverein in den Wald. Leider wurden wir enttäuscht. Außer ein paar Tierpräparaten gab es dort nichts zu sehen oder zu tun, denn die Jäger räumten gerade alles zusammen. Wir kamen zu spät! Zwar war die Veranstaltung bis 18 Uhr ausgeschrieben, aber weil lange Zeit keine neuen Besucher kamen, beschlossen sie, bereits gegen 16 Uhr Feierabend zu machen. Ich fand es wirklich schade. Wir streichelten also ein paar Geweihe und Tierfelle und fuhren dann zu Spielplatz und Park. Dort bekamen wir dann ein wenig Auslauf, Natur und gute Laune.


Generell bin ich immer wieder erstaunt darüber, dass es so viele Dinge gibt, die man unternehmen kann, nur leider der Informationsfluss (oder in meinem Falle das Gedächtnis) ein wenig zäh ist. Derzeit gibt es viele interessante Dokumentarfilme zu Themen wie Konsum, Klimwawandel, Nachhaltigkeit und Sozialkritik. Problem daran ist, dass wir selten die Möglichkeit haben ohne Sohnemann die kuschlige Höhle zu verlassen und oft auch einfach zu träge sind. Zudem wägen wir immer ab, ob es sich lohnt, dafür einen Babysitter zu organisieren. Denn das organisieren bedeutet Stress und allzu oft können wir das nicht tun. Hach es gibt viele Wildtierparks, Waldgebiete und Vereine zu entdecken. Wie war das?: ich habe eindeutig zu viele Interessen, Ideen und Wünsche! Vielleicht ist auch mein Anspruch an mich und mein Leben, so wie ich es mir vorstelle zu groß. Doch ich hungere quasi nach Input in allen Sinnesbereichen!


Montag, 18. Juli 2011

die Leichtigkeit des Seins

Das Wochenende war schön ruhig, und dennoch mit genügend Frischlufterlebnissen angereichert. Samstag waren wir in einem Tiergehege, das ich noch nicht kannte. Es ist größer, als ich annahm und es gab dort viel schönes zu sehen. Während ich versuchte Muffeltieren und Damwild  möglichst nahe zu kommen, kämpfte unserer kleiner Sturkopf immer wieder gegen unsere elterlichen Richtungsangaben an. Die meiste Freude hatten wir alle nicht nur beim bestaunen der freilaufenden Tiere, sondern vor allem dabei, uns auf Steinen über einen kleinen Bach zu balancieren.

 
Der überraschendste Fund am Ende des Ausfluges: ein Grashüpfer in meinem Haar und das Restaurant direkt neben dem Eingang. Solch leckere Pizza habe ich, ungelogen, seit Jahren nicht gegessen! Dort sassen wir dann, genossen jeden Bissen, während unser Sohn auf dem Spielplatz des Biergartens spielte. Weiterer Pluspunkt: der Biergarten ist extra eingezäunt, ein Kind kann also nicht so einfach abhanden kommen und es gibt sogar ein Trampolin!

Sonntag hatte ich sehr schlechte Laune. Ich kroch schon miesepetrig aus dem Bett, und bat dann meinen Mann, doch bitte etwas schlimmes zu tun, damit ich ihn anmeckern und anzicken kann. Er warf eine Plastikflasche auf den Boden, ich nörgelte ein bißchen rum, donnerte die Flasche dreimal gegen die Wand, und es ging schon etwas besser. Nach meiner Lerneinheit, und dringlich werdenden allgemeinem Bewegungsdrang, machten wir uns auf den Weg zum Flohmarkt. Ein kleines Lüftchen verpustete alle Wolken und plötzlich schien die Sonne. Wir änderten (auf das höhere Zeichen hin) spontan die Route und machten uns auf den Weg zum Mittelalterey, was auf Plakaten in der ganzen Stadt angekündigt wurde.
Auch dort wieder jede Menge positiver Überraschungen: 1. keine Parkgebühren, 2. die Parkwächter brachten uns direkt zum freien Parkplatz (also kein rumgesuche), 3. Kinder unter 12 Jahren zahlen nix, Erwachsene jeweils nur 4,-€!!! 4. Der Lütte fand den matschigen Boden richtig klasse und meinte er könne nun viel schneller rennen und flitzte die ganze Zeit fröhlich durch die Gegend, 5. wir verpassten nicht einmal das Ritterturnier!


Neben der Beobachtung von typischem Handwerksgewerbe (wie Schmiedekunst), schleiften wir uns einen Specksteinanhänger und spielten die altchinesische Form von Mensch ärger Dich nicht. Genauso ließen wir uns das Lieblingsspiel von Sokrates erklären und naschten Karamellen. Einziger Wehrmutstropfen: wenn man hungrig war, musste man eeeewig anstehen und: der Lütte hielt sich beim Ritterturnier die Nase zu, schimpfte lautstark, dass Pferde stinken und er sie deswegen hasst und konnten daher dem Turnier nicht bis zum Ende beiwohnen.


Heute mal wieder ein Montag.... Erstaunlich, nach dem Wochenende sollte man ausgeruht, frisch motiviert und voller Elan sein. An solche schwungvollen Montage kann ich mich nicht erinnern. Der heutige war mal wieder absoulut streichenswert. Zumindest der Arbeits-Montag. Jede Menge Stapel Arbeit gepaart mit gleichsamen Stapeln an Ärger. Da wünschte ich mir, wieder Kind sein zu dürfen und mir eine Trotz-Auszeit zu nehmen. Ich  hätte dann mit den Füßchen aufgestampft, wäre mit geballten Fäustchen von Dannen gestapft um mich dann unter meiner Bettdecke zu verstecken und der Welt vorzugaukeln, mich gäbe es nicht! 

Ich habs ja trotzdem überstanden und durfte dann einen überraschend fröhlichen Sohn abholen. Und da Ferien sind, brauchten wir uns auch nicht zur Musikschule hetzen. Zu Hause angekommen unterhielt sich der Lütte dann mit unserer Katze, und erklärte mir zufrieden, dass sie mitspielen wolle. 
Das Spiel ging so: Sohnemann und ich waren die Polizisten, die auf Streife (mit dem Couch-Auto) einen Dieb (unsere Katze) entdeckten. Dieser lungerte einfach so auf der Straße rum und musste Dingfest gemacht werden. Die Polizisten wurden beim Versuch ihm Handschellen anzulegen, von ihm angegriffen und forderten Verstärkung an. Nach einer wilden Verfolgungsjagdt quer durch die Wohnung ... ääähhh... Stadt, konnte der Dieb in sein Geheimversteck (unter dem Bett) entfliehen. Danach gingen wir zum Feierabend in die Disko und tanzten zu "Tanz das Brot" und "Hey Wicky".
Und ... : ... die ärgerlichen Stapel aus dem Büro verloren sich in einem Lachen ...




Montag, 30. Mai 2011

... Montag...

.... grrrr. 

Es ist erst das zweite Mal, dass ich hier auf dem Korridor der Musikschule handschriftlich "blogge" und ich wünsch mir schon soooo sehr ein Mini-Laptop! Unglaublich wie laut es hier ist! Ich höre lautstark 14 verschiedene Glockenspiele klingeln und meinen Sohn, der besserwisserisch lautest dazwischen ruft. 
Für mich also Zeit, zu notieren, dass Nicht-Anwesende des Leuchtturmfestes gestern, nichts verpassten! Denn ohne echten Leuchtturm ist so etwas doch ziemlich lahm. Glücklicherweise trafen wir Freunde.


Während wir Erwachsenen uns einen "Cofe to go" zwischen die Hände klemmten (und er schmeckte, genauso scheußlich, wie er angepriesen wurde!!!), ließen sich unsere Kinder zu Vampiren schminken. Vollgepumpt mit Zucker, Adrenalin (Kettenkarussel!) und Abenteuerlust, fielen sie dann fremde Menschen an. Sie rubbelten ihre geschminkten Gesichter an teuer aussehenden Regenjacken und tranken so das Blut der Fremden.
Letztendlich fuhren wir noch ein kleines Stück die Küste hoch zum echten Leuchtturm. Leider durften wir diesen nicht betreten, wegen Renovierungsarbeiten.


Das Wetter war sooo gruselig, dass alle Fotos nun aussehen, als hätte ich in schwarz-weiß fotografiert! Nun habe ich auf meine imaginäre Wunschliste nicht nur ein Laptop, sondern auch eine Kamera (Vorzugsweise Spiegelreflex) gesetzt. Ständig mit dem Handy knipsen ist wirklich nicht so prall!
Als ich heute morgen meinen letzten Eintrag nochmals überflog, beschloss ich, noch etwas in meinen Orga-Plan zwischen zu schieben. Denn mir ist bewusst geworden, dass ich für das Fernstudium auch einen ruhigen (!!!!!) Arbeitsplatz benötige:


falls Du das geschmiere nicht lesen kannst: 
Dachboden und Mansarde entrümpeln -> Flohmarkt 
Arbeitsplatz Mansarde einrichten

Ich denke für die Entrümpelung sollten wir ein ganzes Wochenende einplanen. Mal schauen, wie wir das umgesetzt bekommen.
So, 10 Minuten habe ich noch, die ich zum Buch lesen nutze! Dann kommt die Kindermeute und stürmt der Freiheit des Nachmittags entgegen!