Sonntag, 21. August 2011

Urlaubsbilanz

Es ist furchtbar. Warum ist der Mensch so negativ eingestellt? Wenn man jemanden fragt: "wie war dein urlaub" bekommt man im besten Falle die Antwort:"schön, ABER hätte ruhig länger sein können"! Seltenst ist jemand ohne ein ABER mit irgend etwas zufrieden. Wie war der Kuchen? Lecker, aber etwas zu viel Sahne. Wie gefällt Dir deine Arbeit? EIGENTLICH ganz gut. Wie war die Party gestern? Lustig, ABER es wurde viel zu spät und heute habe ich Kopfschmerzen. Schmeckt dir die Pizza? Schon, ABER eigentlich sollte ich etwas weniger essen. ... Diese Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Jedem ist es bewusst, jeder ist genervt von den negativen Schwingungen rund herum, und dennoch kann keiner aus seiner Haut. Dabei wäre es doch eine prima Selbstmanipulation diesen Negativismus bewusst zu bekämpfen! Mir ist das alles bewusst, und ich arbeite ganz ganz ehrlich schon seit langem an meiner negativen Ausdrucksweise. Dennoch passiert es immer wieder.


Mein Mann saß mir in einem Café gegenüber und fragte, ob ich zufrieden war mit unserem Urlaub. Trotz meiner Zufriedenheit, kam dann als antwort: "Ja, schon. Aber nächstes Jahr fahren wir weg!"
Und schon schaute ich in ein traurig enttäuschtes Gesicht. Das ist doch wirklich gemein. Dabei war der Urlaub doch wirklich schön! Aber kaum hatte ich diesen Satz ausgesprochen, schon begann mein Gehirn zu rattern und alle Urlaubserlebnisse zu sortieren und zu bewerten. Wahrscheinlich ist das in Hinblick auf die Evolution wichtig, denn wenn überall Zufriedenheit herrscht, strebt ja niemand nach Verbesserung und Weiterentwicklung. Trotzdem macht es doch die Welt zu einem einzigen Depressionsaufmarsch.
In unserem Urlaub hat es tatsächlich (oder auch nur gefühlt) fast jeden Tag geregnet. Sprühregen, kräftige Regenschauer, Nieselregen, Sturm, ... doch selbst das habe ich nicht negativ empfunden. Ich mag Regen. Dank der Erfindung von Gummistiefeln und Regenschirm kann man ganz wunderbare Ausflüge im Nass veranstalten.


Ich hoffe ich bekomme noch alles zusammen, was wir unternommen haben... : Ausflug nach Bremen (nachdem ich dort bei einem Bäcker von einem echten Italiener bedient wurde, zog ich tatsächlich in Erwägung nur noch von Italienern zu kaufen, denn tatsächlich fühlt man sich in einer durchnässten Regenjacke, Gummistiefeln und mit hungrig nörgelndem Kind an der Hand unglaublich geschmeichelt, bei den Worten: " aaah BELLA Senorita, ein croissant für die BELLA Senorita! Bitte BELLA! Ciao BELLA!") In Bremen wollten wir uns eigentlich das auf der homepage angepriesene Space lab des Flughafenmuseums anschauen. Leider war dieses gerade verliehen und so konnten wir nur ein altes Flugzeug von aussen bestaunen und den Fliegern beim starten zugucken. Danach spazierten wir dann im Dauerregen durch das kleine charmante Schnoor Viertel.  Wir waren ebenso in der Kunsthalle in Hamburg, was man nun wirklich nicht mit kleinem Kind und erst recht nicht mit schlechtem Orientierungssinn machen sollte. Teilweise brach ich wirklich in Panik aus, wenn ich Mann und Sohn und auch den Ausgang einfach nicht finden konnte.

 
Natürlich haben wir auch im Hagenbeck Tierpark die Elefanten gefüttert und mit den Streichel-Ziegen um unsere Packung Tierfutter gekämpft. Wir haben zwar gewonnen, das wollte die Ziege aber nicht zugeben und aß genüsslich die erkämpfte Verpackungspappe. An die Nordsee sind wir zweimal gefahren und haben beide Male leider die Ebbe verpaßt - beim nächsten Mal planen wir das besser! Auch bei Freunden in HH waren wir, wo ich sooo gekämpft habe beim SingStar spielen. Ich kann nun mal nicht vor Anderen singen. Nach mehreren Cocktails und einem extremen Lachflash, traute ich mich und alle haben viel gelacht.


Natürlich habe ich in meinem Urlaub weder am Studium, noch am Projekt ID gearbeitet. Dafür kam vorgestern jedoch die Bewertung meiner letzten Hausarbeit. Puh, ich hatte schon etwas Angst den Brief zu öffnen. Denn ich war mir nicht sicher, die Fragestellungen auch richtig verstanden zu haben. Habe ich dann wohl doch, denn: 100 von 100 Punkten. Grins. Ein gutes Gefühl.
Inzwischen ist es nicht mehr Samstag, sondern bereits Sonntag 0:28 Uhr. Mein Mann arbeitet immernoch - er bekam nämlich noch einen Notdienst rein. Und ich versuche mich nun mental darauf einzustellen, dass ich morgen (!!!) wieder zeitig aufstehen und arbeiten muss. Der Gedanke daran macht mich nun doch müde. 

Samstag, 6. August 2011

Den Urlaub haben wir gestartet mit dem geplanten Flohmarkt. Wir dachten uns, es kann ja nichts schaden, die Urlaubskasse aufzubessern. Leider sah es morgens um halb sechs noch gar nicht so gut aus. Kaum auf dem Platz angekommen und Standgebühren bezahlt, begann es in ströhmen zu gießen!  Etwa eine halbe Stunden harrten wir der Dinge und versuchten abwechselnd uns selbst unter einem kleinen Dach trocken zu halten, und unsere eben ausgeladenen Kartons. Beides ist uns nicht besonders gut gelungen. Die Kartons schützten wir mit einer Plane, uns mit Regenjacken. Wir entschieden uns dann dafür einmal kurz heim zu fahren und uns zu trocknen, während wir die mindere Qualität unserer Qualitätsjacken verfluchten. Wir waren nass bis auf die Haut. Bei einem Heißgetränk saßen wir dann zum Kriegsrat und verfolgten via Internet die Regenwolken auf dem Satellitenbild. Unsere liebe Nachbarin gab dann mit Ihrer Entscheidungsfreudigkeit den benötigten Motivationsschub und somit fuhren wir zurück um unsere aufgeweichten Kartons auf den Tapeziertischen zu entleeren.

Tatsächlich waren selbst zu diesem Zeitpunkt schon Kauffreudige unterwegs, die dann, noch während wir aufbauten, neugierig nach ihrem Begehr fragten. Das äußerte sich dann meist in so merkwürdigen Konversationen wie:" Haben die Schlümpfe?", "Nein.", "Warum haben sie keine Schlümpfe?", "Wir haben eben einfach keine." , "Sie brauchen aber welche! Jeder braucht blaue Schlümpfe!" Natürlich begegneten uns auch normale Menschen, sogar solche, die uns fragten, ob wir morgens sehr nass geworden sind, und ihr Mitleid bekundeten. Es war sehr kurzweilig dank unserer Nachbarin. Natürlich haben wir uns auch mal eben selbst versucht zu unterhalten, ging aber leider in die Hose - oder wohl eher ins Auge. In unserem Verkaufsangebot hatten wir auch eine Zwille aus Kunststoff für Kinder. Diese nahm mein Mann, um mir damit Karamellen in den Mund zu schießen. Da er gerade mal 10 cm von mir entfernt war, habe ich den Spaß mitgemacht und meinen Mund schön weit auf... tja was soll ich sagen. Alles ging sehr schnell, meine Reaktionsfähigkeit reichte jedoch aus, mein Auge rechtzeitig zu schließen! Aber es tat weh. Es tat sogar sehr weh. Mein Mann zerfloss vor schlechtem Gewissen, und ich lachte auch später noch, trotz der Schmerzen, über unsere Blödheit.


Alles in allem können wir zufrieden sein, der Gewinn den wir gemacht haben, war wirklich nicht schlecht. Leider war der aber am Montag auch schon komplett ausgegeben. Unsere Katze musste mal wieder zum Tierarzt und nach einmal Blut abnehmen, Fruktosaminwert ermitteln, Insulin, Diätfutter und Rasur auf Grund von extrem verfilztem Fell (unsere Katze hat nun einen Negativ-Iro), hatten wir unseren Gewinn bereits verprasst.  Weitere weniger positive Ereignisse unseres ersten offiziellen Urlaubstages: der Lütte hatte einen Splitter im Knie (!!!) und mein Mann eine Zecke an der Hüfte.

 
Toll war allerdings, dass meine Kollegen mir so einen lieben Gruß zu meinem 10 jährigen Jubiläum geschickt haben. Dazu brachte mir der Briefboote einen superschönen Blumenstrauß von meinen zwei längsten und liebsten Kolleginnen. Kaum war dieser mit Wasser versorgt, klingelte der nächste Strauß - diesmal von meinem Chef - an der Tür. Ich war sehr glücklich und auch Stolz!

Dienstag waren wir dann im  Kletterwald bzw. Hochseilgarten. Dort gibt es auch einen Kinderparcour. Dieser ist eigentlich erst für Kinder ab fünf, aber da mein Mann auch mit nach oben ging, durfte der Lütte trotzdem. Wow, er sah so cool aus in seiner Kletterausrüstung! Und unser Kleiner, der sich oft noch nicht einmal traut auf einer Rutsche zu rutschen, hat das mit bravour gemeistert! Papa musste nur jeweils helfen beim umhaken der Sicherungsseile, da der Lütte nun leider zu klein war um selbst oben ran zu kommen. Ich war sooo stolz! Ich könnte immernoch platzen! Er hatte keine Angst.



Donnerstag, 28. Juli 2011

nützliches Halbwissen

Die letzten Tage habe ich nochmals intensiv rechtliche Hintergründe durchleuchtet. Das Meiste wußte ich bereits, nur nicht den genauen Wortlaut und eben auch nicht in welchen Paragraphen das zu finden ist. 
Zusammenfassend kann ich sagen, dass man sich Vieles komplizierter macht als es ist. Natürlich ist das Basiswissen über die gesetzlichen Bereiche in denen man sich bewegt unabdingbar, aber zuviel des Guten ist eben nicht gut. Führt nur zu Verwirrung  (meine Erfahrung!) . Vor allem wenn es Bereiche betrifft, die sowieso nicht Zweckrelevant sind. Damit meine ich: wenn ich vor habe, eine Einzelunternehmung zu gründen, brauche ich mich nicht in die Gesetzmäßigkeiten für Aktiengesellschaften einlesen.

 
Interessant finde ich allerdings die Möglichkeiten der Unternehmensgesellschaft (UG), die ja irgendwann in eine GmbH übergeht. Das behalte ich einmal im Hinterkopf, falls mein Projekt  unplanmäßig boomen sollte ;-) 
Zum Thema Existenzgründung habe ich natürlich jede Menge guter Seiten im Internet gefunden, möchte mich an dieser Stelle aber von deren Inhalten abgrenzen und übernehme dafür keinerlei Verantwortung...






Die Recherche ist nun somit stillgelegt (solange bis ich neue Info`s oder Händler brauche). Ich näher mich also ganz allmählich der Prototypenherstellung. Vorher will allerdings noch das Logo gestaltet werden. 
Da unser PC leider nicht mehr ganz so neu ist, besitze ich keine richtige Grafiksoftware. 
Daher bestellte ich mir gestern, für den Anfang Photoshop Elements. Ich freue mich schon riesig darauf. Habe auch schon ganz viel im Kopf, was ich unbedingt an meinen Fotos ausprobieren möchte! Früher durfte ich bereits, zur Erstellung eines CD Booklets, mit Photoshop arbeiten. So knifflig das auch ohne Bildbearbeitungsgrundkenntnisse ist, es machte mir dennoch Spaß. Diese innere Zufriedenheit, wenn das fertige Bild mit dem inneren Bild übereinstimmt ... herrlich!


Ab der nächsten Woche haben wir Urlaub! Wir freuen uns alle riesig! Die letzten Wochen waren für die ganze Familie sehr anstrengend und nervenaufreibend. Genaueres haben wir zwar nicht geplant, aber ich vermute, dass ich wegen der tollen Familienausflüge wahrscheinlich Blog, Projek ID und auch Studium etwas vernachlässige... aber ich kann nur sagen: das haben wir uns verdient! jawohl!
Das zweite Studienheft hab ich nun auch durch und die nächste Hausarbeit ist schon fast geschrieben, da ist ein wenig trödeln erlaubt.


Dienstag, 19. Juli 2011

positives Feedback

Meine erste Hausarbeit kam nun benotet zurück. Bin zufrieden mit meiner Leistung und hoffe ich kann mein Niveau halten!


Eben habe ich zudem noch schnell meinen Plan sauber neu geschrieben, da ich schon fand, er begann unübersichtlich zu werden.


Für alle, die jetzt erst beginnen mit zu lesen und zu faul sind, sich durch ältere Posts zu wühlen: ich bin auf meinem Erfolgsplan nun bei Punkt 5 und 6 angelangt. Das heißt während ich mich immernoch durch Gesetzestexte kämpfe, bemühen sich meine Kreativzellen um einen groben Logoentwurf. 3 verschiedene Ideen dazu habe ich bereits, nun muss es nur noch so Perfektionsnah wie möglich umgesetzt werden um das Ideallogo auszuwählen.
Bei der rechtlichen Recherche stellen sich mir immer noch einige Fragen. Momentan beschäftigt mich folgendes: Kleinunternehmen sind ja von der Umsatzsteuer befreit, wenn sie im ersten Jahr einen Gewinn von 17.500 EUR nicht übersteigen und im zweiten Jahr einen Gewinn von 50.000 EUR. Aber wie sieht es im Dritten Jahr aus? Gilt dort ebenfalls die Grenze von 50.000 EUR? Oder gilt ab dem dritten Jahr generell Umsatzsteuerpflicht? Falls dies jemand liest, der sich mit dem Thema auskennt: würde mich über eine unverbindliche Antwort sehr freuen!
Weitere Frage die sich mir stellt: ist ein Firmenname schon rechtlich geschützt, wenn man auf diesen einen Gewerbeschein ausstellt, oder muss man für die rechtliche Sicherheit das Unternehmen im Handelsregister eintragen lassen? Als Marke würde ich ihn (zumindest in meinen momentanen Gedankengängen) nicht eintragen wollen.


Montag, 18. Juli 2011

die Leichtigkeit des Seins

Das Wochenende war schön ruhig, und dennoch mit genügend Frischlufterlebnissen angereichert. Samstag waren wir in einem Tiergehege, das ich noch nicht kannte. Es ist größer, als ich annahm und es gab dort viel schönes zu sehen. Während ich versuchte Muffeltieren und Damwild  möglichst nahe zu kommen, kämpfte unserer kleiner Sturkopf immer wieder gegen unsere elterlichen Richtungsangaben an. Die meiste Freude hatten wir alle nicht nur beim bestaunen der freilaufenden Tiere, sondern vor allem dabei, uns auf Steinen über einen kleinen Bach zu balancieren.

 
Der überraschendste Fund am Ende des Ausfluges: ein Grashüpfer in meinem Haar und das Restaurant direkt neben dem Eingang. Solch leckere Pizza habe ich, ungelogen, seit Jahren nicht gegessen! Dort sassen wir dann, genossen jeden Bissen, während unser Sohn auf dem Spielplatz des Biergartens spielte. Weiterer Pluspunkt: der Biergarten ist extra eingezäunt, ein Kind kann also nicht so einfach abhanden kommen und es gibt sogar ein Trampolin!

Sonntag hatte ich sehr schlechte Laune. Ich kroch schon miesepetrig aus dem Bett, und bat dann meinen Mann, doch bitte etwas schlimmes zu tun, damit ich ihn anmeckern und anzicken kann. Er warf eine Plastikflasche auf den Boden, ich nörgelte ein bißchen rum, donnerte die Flasche dreimal gegen die Wand, und es ging schon etwas besser. Nach meiner Lerneinheit, und dringlich werdenden allgemeinem Bewegungsdrang, machten wir uns auf den Weg zum Flohmarkt. Ein kleines Lüftchen verpustete alle Wolken und plötzlich schien die Sonne. Wir änderten (auf das höhere Zeichen hin) spontan die Route und machten uns auf den Weg zum Mittelalterey, was auf Plakaten in der ganzen Stadt angekündigt wurde.
Auch dort wieder jede Menge positiver Überraschungen: 1. keine Parkgebühren, 2. die Parkwächter brachten uns direkt zum freien Parkplatz (also kein rumgesuche), 3. Kinder unter 12 Jahren zahlen nix, Erwachsene jeweils nur 4,-€!!! 4. Der Lütte fand den matschigen Boden richtig klasse und meinte er könne nun viel schneller rennen und flitzte die ganze Zeit fröhlich durch die Gegend, 5. wir verpassten nicht einmal das Ritterturnier!


Neben der Beobachtung von typischem Handwerksgewerbe (wie Schmiedekunst), schleiften wir uns einen Specksteinanhänger und spielten die altchinesische Form von Mensch ärger Dich nicht. Genauso ließen wir uns das Lieblingsspiel von Sokrates erklären und naschten Karamellen. Einziger Wehrmutstropfen: wenn man hungrig war, musste man eeeewig anstehen und: der Lütte hielt sich beim Ritterturnier die Nase zu, schimpfte lautstark, dass Pferde stinken und er sie deswegen hasst und konnten daher dem Turnier nicht bis zum Ende beiwohnen.


Heute mal wieder ein Montag.... Erstaunlich, nach dem Wochenende sollte man ausgeruht, frisch motiviert und voller Elan sein. An solche schwungvollen Montage kann ich mich nicht erinnern. Der heutige war mal wieder absoulut streichenswert. Zumindest der Arbeits-Montag. Jede Menge Stapel Arbeit gepaart mit gleichsamen Stapeln an Ärger. Da wünschte ich mir, wieder Kind sein zu dürfen und mir eine Trotz-Auszeit zu nehmen. Ich  hätte dann mit den Füßchen aufgestampft, wäre mit geballten Fäustchen von Dannen gestapft um mich dann unter meiner Bettdecke zu verstecken und der Welt vorzugaukeln, mich gäbe es nicht! 

Ich habs ja trotzdem überstanden und durfte dann einen überraschend fröhlichen Sohn abholen. Und da Ferien sind, brauchten wir uns auch nicht zur Musikschule hetzen. Zu Hause angekommen unterhielt sich der Lütte dann mit unserer Katze, und erklärte mir zufrieden, dass sie mitspielen wolle. 
Das Spiel ging so: Sohnemann und ich waren die Polizisten, die auf Streife (mit dem Couch-Auto) einen Dieb (unsere Katze) entdeckten. Dieser lungerte einfach so auf der Straße rum und musste Dingfest gemacht werden. Die Polizisten wurden beim Versuch ihm Handschellen anzulegen, von ihm angegriffen und forderten Verstärkung an. Nach einer wilden Verfolgungsjagdt quer durch die Wohnung ... ääähhh... Stadt, konnte der Dieb in sein Geheimversteck (unter dem Bett) entfliehen. Danach gingen wir zum Feierabend in die Disko und tanzten zu "Tanz das Brot" und "Hey Wicky".
Und ... : ... die ärgerlichen Stapel aus dem Büro verloren sich in einem Lachen ...




Dienstag, 12. Juli 2011

reloaded

 




Mal wieder wurde ich ausgebremst in den letzten 8 Tagen. Selbst Routinetätigkeiten kamen zu kurz (Wäsche waschen, einkaufen, Spielzeug aufräumen, ...) Grund waren kleine gemeine Erkältungsviren, die sich in meinem Körper sehr wohl fühlten. Dank Wick Day Med und Paracetamol war ich nicht nur Dauerdrogisiert, sondern konnte auch Arbeit, Pflichten und allen sonstigen Wahnsinn sehr zufriedenstellend meistern. Aber bei uns ist es so, es läuft höchstens 2 Wochen lang in normalen, "ruhigen" Bahnen, danach bricht regelmäßig - und leider auch immer ungeplant - das Chaos aus. Mich ärgerten also die Erkältungsviren, und über meinen Mann stürtzten jede Menge Termine und ablaufende Fristen ein. Somit war ich also quasi Strohwitwe, da er selten vor 21 Uhr nach Hause kam. Studium und Haushalt litten sehr darunter. Verwaisten quasi, und ich begann die beiden zu hassen, da sie in meinem Kopf ständig nach mir riefen und mir ein schlechtes Gewissen machten.
Gemäß dem Chaos in unserem Leben, beschlossen mein Mann und seine Jungs, nach dem späten Auftritt Freitag Nacht (oder wohl eher Samstag Morgen), Samstag vormittag auch gleich noch den neuen Proberaum zu verkleiden (ein Mindestmaß an Schalldämmung sollte ja möglich sein).





Nach also höchstens 4 h Schlaf (ich zähle mich bewusst mit dazu, da ich nie schlafen kann, wenn er einen Auftritt hat, ich fieber sozusagen zu Hause im Stillen mit) fuhr er los um den Raum zu bebauen. Sohnemann nahm er gleich mit, damit ich eine Pause hatte. Diese nutzte ich selbstverständlich gleich fürs Studium und schrieb endlich endlich meine Hausarbeit. (Diese bestand übrigens aus einigen Geschäftsfällen, die im Hauptbuch gebucht werden sollten und dann eben noch Eröffnungsbilanz und Schlussbilanz und der ganze Kram.)
Kaum beendet packte ich Grillsachen ein und dann ging es los, ebenfalls zum Proberaum, zum grillen. 
Eigentlich wollte ich Samstag abend mit einer Freundin los, die Nacht erobern. Leider stellte ich schon gegen Mittag fest, dass ich fieberte. Ich wollte es mir mit meinem Körper nicht endgültig verderben, und sagte ab. Zum Grillen musste ich aber, schon allein, weil ich Hunger hatte.
Der Raum ist direkt gegenüber vom Strand, nur eine Düne und das Grundstück, auf dem der riesige Gebäudekomplex steht, liegen dazwischen. Das war wohl früher mal sowas wie eine Kaserne, zumindest wurde es im Krieg genutzt um Angriffe vom Wasser abzuwehren (hab nicht ganz zugehört als mein Mann mir die ganze Geschichte erzählte). Meine Freundin und ich gingen als erstes auf Erkundungstour (nur durch das eine Gebäude, in dem der Proberaum ist) und gruselten uns sehr. Es war als würde man durch so ein Spiel laufen, wie bei Silent Hill, oder Resident Evil. Die Farbe blätterte von den Wänden, überall war es düster, dreckig und miefig, und vor jedem Mauervorsprung wurden wir langsamer, aus Anst, uns könnte etwas grausiges anspringen. Natürlich war uns klar, dass dort nichts ist, aber es war dennoch ein seltsam schauriges Gefühl. Allerdings findet man dort jede Menge interessanter Fotomotive!


Als wir unsere Gruselmutprobe beendet hatten und wieder an der frischen Luft waren, entdeckten wir etwas schönes. Direkt vor dem Gebäude hatte ein Naturfreund einen Garten angelegt! Wir sahen Brombeeren, Tomaten, Zucchini, Kürbisse, Kohlrabi, Schnittlauch, Minze, Pfefferminze, Petersilie, ...


Alles in allem ein sehr kurioser Ort!  Während des Grillens wurden wir allerdings vom Hagel überrascht und haben dann, nicht wenig erleichtert, Feierabend gemacht.
Sonntag liehen wir uns dann die Freundin unseres Sohnes aus, und fuhren an den Strand. An unseren geheimen Geheimtipp! Trotz Ferien, super Sonne, und super Wärme, war es dort fast leer. Im Umkreis von  ca 50 Metern gab es vielleicht 6 Leute oder so. Alle anderen die vorbeikamen, waren nur Spaziergänger. Es hat solch einen Spaß gemacht mit den beiden! 


Und da der Lütte seine Süße (er möchte sie gern heiraten, *kicher*) Montag auch gern sehen wollte, habe ich gestern Kinder gehütet, während die Jungs weiter am Proberaum bastelten. Puh, nach 3 Tagen Mega-Action und wenig Schlaf, war mein Sohn dann auch an seiner Belastungsgrenze angelangt. Seine Freundin war einfach Zucker. Hat viel verständnis gehabt und sich ruhig zur Seite gestellt, bis der Lütte soweit war, wieder mit ihr zu spielen. Mein Sohn allerdings, konnte seine Emotionen schwer ordnen und in Zaum halten. Ich konnte beim besten Willen nicht herausfinden, was der Auslöser war, aber er bekam einen Wutanfall, der einem Tornado gleichkam. Komisch, aber selbst nach 4 harten Wutanfallvdominierten Jahren, fühle ich mich im ersten Moment immernoch hilflos, wenn das passiert. Ich nahm ihn also, brachte ihn nach draußen auf eine Bank, außer Reichweite von Dingen und Personen, die er kaputt machen könnte. Dort SCHRIE er und BRÜLLTE und trampelte wie ein kleines Rumpelstielzchen auf der Bank rum. Seine Wut wollte und wollte nicht verschwinden. Das kleine Gesicht war ganz rot und die Tränen kullerten über die heißen Wangen, und es hörte und hörte nicht auf.  Zwei Milchbubis einer der Bands die dort probten, kamen nach draussen um sich zu beschweren. Pfffff. Das hat mich fast noch mehr geärgert, als die Tatsache, dass ich meinem kleinen grad nicht helfen konnte. Ich sagte ihnen, dass ich ihm ja schlecht den Mund zu kleben kann und sie doch das als Pause nutzen können. Da zogen sie ungesiegt von dannen. Mal ehrlich, irgendwas machen die doch verkehrt mit ihrer Rockmusik (oder was das sein sollte), wenn ein vierjähriger, der noch nicht mal im selben Gebäude ist, es schafft, sie dermaßen zu übertönen, dass die nicht mehr spielen können?! Glücklicherweise ist ja alles vergänglich, so verrauchte auch nach und nach der Wutanfall. Nachdem mein kleiner wie ein Psychopath vor einem Busch stand und diesen anstarrte, konnte ich ihn wieder in die Normalität zurückholen. Alles war gut.


Bei all dem Chaos und Zeitmangel, konnte ich dennoch meine Händlerrecherche vorerst abschliessen. Habe sogar schon die erste Bestellung getätigt und freue mich sooooo sehr auf das Päckchen!
Nun bleiben nur noch die rechtlichen Bereiche, die es abzuklären gilt. Bei den Versandkosten habe ich leider keine Sparmöglichkeiten, zumindest nicht bei dem geringen Versandaufkommen, dass ich sicher (oder auch hoffentlich) die erste Zeit haben werde. AGB`s dürfte man mehr oder weniger schnell zusammenbekommen. Sollte ich mich für eine gemietete shop-homepage von einem der vielen Internetanbieter entscheiden, dann wird es dort schon Vorgaben für die AGB's geben, die ich dann nur noch zurechtschneidern muss. Ich denke so ein fertiges Shop-Bastel-Paket ist sicher am einfachsten, allerdings gefällt mir dann die URL nicht. Dort ist dann ja meistens der Anbieter genannt. Was gibt es außer den AGB's noch zu klären? Steuerrecht! Klar, es gibt ja diesen Paragraphen, der besagt, dass man bis zu einem bestimmten Umsatz im Jahr von der Umsatzsteuer befreit ist. Aber was ist mit der Steuererklärung? Und dieser Paragraph, gilt der nicht nur für die ersten  Jahre? Ein bißchen was muss ich also noch nachlesen. Ich freue mich diebisch, weil ich nun dem nächsten Schritt immer näher komme: Muster erstellen. Ich komme meinem Ziel immer näher!

Sonntag, 3. Juli 2011

Unser erster Flohmarkttermin (heute) ist buchstäblich ins Wasser gefallen. Wir waren komplett vorbereitet: Sackkarren und Möbelroller für das Be- und Entladen besorgt, Tapeziertisch beschafft und eine große Plane für Regennotfälle organisiert. Dazu noch die anderen Kleinigkeiten wie: Auto leerräumen um Platz für die Kartons zu schaffen, Babysitter besorgen (dessen zeitliche Möglichkeiten letztendlich nicht verlässlich und sehr eingeschränkt waren), diverse Hilfsmittel ausdenken (Besenstiele und Stative zum aufhängen von Kleidungsstücken). Nur das Wetter ließ unseren Optimismus sinken. Nach langem bereden und abwägen, kamen wir zu dem Schluss, einen anderen Flohmarkt - Termin zu nutzen. Das Argument, dass wir bei Dauerregen wahrscheinlich nicht nur wenig Spaß haben, hinterher durchgefroren sind und unsere Verkaufsartikel nass und gammlig sind, wurde nochmal haushoch getroffen von dem Argument, dass es bei all dem Stress der Vorbereitungen und des verlorenen Sonntages doch Schade wäre, wenn wir wegen des Regens eben nur wenig verkaufen.
Nun sind wir zähneknirschend unsere Kalender durchgegangen und einigten uns auf einen Ausweichtermin.


Zu allem Überfluss musste ich gestern jedoch in meinem Studierzimmer, mit rauchendem Köpfchen feststellen, dass ich mit dem falschen Studienheft begonnen habe. Die Bearbeitungsreihenfolge scheint nicht allzu wichtig zu sein, auch kann man die Hausarbeiten in beliebiger Reihenfolge einsenden, jedoch denke ich, dass es eventuell ein klitzekleines bißchen hilfreich gewesen wäre, als erstes die "Grundlagen der Buchhaltung" durchzuarbeiten. Nun denn, meine erste Hausarbeit sende ich in den nächsten Tagen ab. Ich hoffe ich werde mit dem Ergebnis zufrieden sein.


Mit meinem kleinen Balkongarten bin ich es auf jeden Fall. Gestern durfte ich die ersten süßen, kleinen Erbsen ernten! Es sind leider noch nicht allzu viele, aber sie machen mich sehr stolz! Ganz lecker waren sie! Leider wollte Sohnemann sie nicht probieren. Er hat da so eine männliches Anti-Gemüse-Gen. Dafür hat er mir heute Freude bereitet, als er nach dem Eisessen in der Stadt, dringend seine Hände waschen musste. Mangels eines Badezimmers bat er mich, ich solle doch in den Buchladen gehen, am Wasserspender einen Becher Wasser holen, damit er sich damit draußen die Hände waschen kann. So viel Einfallsreichtum für saubere Hände!

 


Den Einfallsreichtum hat er natürlich von mir (zwinker). 
Am Mittwoch war es so furchtbar schwül, dass wir total verschwitzt waren, als wir nach Hause kamen. Zudem begann es noch zu
regnen - trotz anhaltender Hitze. 

Somit haben wir die alte Babybadewanne vom Dachboden geholt und auf dem Balkon ein schön erfrischendes, lauwarmes Bad genommen! Herrlich!

So. nun setze ich mich an meine Hausarbeit in mein Mansardchen!