Freitag, 16. September 2011

Studienkritik

 
So langsam stecke ich ja mittendrin im Fernstudium. Somit habe ich auch bereits Kritik zu äußern: es gibt zu wenig Übungsaufgaben. Zu Beginn war das Verhältnis von neuen Inhalten und dazugehörigen Aufgaben ausgeglichen. Das ist es im Grunde immernoch, denn zu jeder Lektion gibt es am Ende eine Übungs- bzw. Wiederholungsaufgabe. Doch in jeder Lektion werden immer mehr "Unterthemen" besprochen und somit viel Input der in nur einem Aufgabenkomplex geübt werden kann. Dies finde ich zu wenig. Zu jedem Teilbereich hat man somit nur einmal die Möglichkeit das neu erarbeitete Wissen anzuwenden und auszutesten. Das macht es schwierig, alles bis zur Hausarbeit am Ende des Lehrheftes nicht nur zu behalten, sondern auch verinnerlicht zu haben. Bei Vielem reicht auswendig lernen einfach nicht aus (und ich mag es sowieso lieber, die Dinge zu verstehen, als sie nur aufsagen zu können). Das macht es manchmal echt schwierig, die Aufgaben auch nur zu Wiederholen, da man sich ja bereits bei der Wiederholung selbst an die Zahlenwerte noch wunderbar erinnern kann und dabei stellt sich dann die Frage: versuche ich es gerade aus dem Gedächtnis herzuleiten, oder habe ich es jetzt von allein verstanden und richtig gemacht? Auch merke ich, dass ich den Fehler mache, zwischen den Lektionen zu wenig zu wiederholen. Ich glaube, nur weil ich es beim lesen verstand, müsste ich das nicht wiederholen. Aber nach zwei weiteren Lektionen ist es selbstverständlich schwer einzelne Begrifflichkeiten aus dem Gedächtnis herzuleiten. Also Tip für Neu-Fernstudierende und auch an mich selbst: zu Beginn jeder Lerneinheit mindestens eine halbe Stunde Zeit nehmen und den bisherigen Stoff  wiederholen!
Und was ja bei Theorie häufig der Fall ist: manchmal ist es schwierig Theorie und Praxis zu verbinden. Manchmal liegt man tatsächlich vollkommen falsch, wenn man versucht anhand der Praxis die Theorie herzuleiten. *seufz* ja, ein neuer Motivationsschub fehlt.


Im Moment fällt mir die Konzentration schwer und ich lasse mich selbst in meiner Mansarde, wo mein Ausblick nur den Himmel zeigt, weder Musik, noch sonstige Medien vorhanden sind und ich vollkommen isoliert sitze, ablenken. Einfach von meinen Gedanken. Dann kommt so ein Gedanke wie: was müssen wir noch einkaufen? und beginne eine Einkaufsliste zu schreiben. oder: kann ich meine Arbeitszeit verlängern? und beginne meinen Wochenplan zu analysieren. Das nächste Studienpaket ist bereits angekommen, habe aber noch ein Heft in Bearbeitung. Im neuen Paket ist dann auch die PC Software enthalten. Ich hoffe das gibt mir dann ein wenig neue Motivation, da es ein kleiner "Ausbruch" aus dem normalen Lerntrott bedeutet.

Mittwoch, 14. September 2011

stadtnatur

Am Wochenende gab es eine Tolle Aktion: "der lange Tag der Stadtnatur". Bereits im Vorfeld erhielt ich hierzu Werbung, da ich als BUND Mitglied regelmäßig mit aktuellen Informationen versorgt werde. Leider habe ich es mir dennoch nicht in den Kalender eingetragen und somit viele tolle Aktionen verpasst: Besuch beim Hobby-Imker im Schrebergarten, Waldführung mit einem Jäger, Führung über eine renaturalisierte (oder wie auch immer man so etwas nennt) Mülldeponie und vieles vieles mehr.
Am Samstag waren wir zu einer Grillfeier eingeladen und haben den Lütten kurzerhand mitgenommen. Das war eine schöne gemütliche Runde, nur leider nicht allzu lang, da wir ja noch jemanden ins Bett bringen mussten. Doch Sonntag entschlossen wir uns zu einem Vogelnestbau mit Jägern und fuhren nach einem kurzen Ablenker über den Flohmarkt, zum Jägerverein in den Wald. Leider wurden wir enttäuscht. Außer ein paar Tierpräparaten gab es dort nichts zu sehen oder zu tun, denn die Jäger räumten gerade alles zusammen. Wir kamen zu spät! Zwar war die Veranstaltung bis 18 Uhr ausgeschrieben, aber weil lange Zeit keine neuen Besucher kamen, beschlossen sie, bereits gegen 16 Uhr Feierabend zu machen. Ich fand es wirklich schade. Wir streichelten also ein paar Geweihe und Tierfelle und fuhren dann zu Spielplatz und Park. Dort bekamen wir dann ein wenig Auslauf, Natur und gute Laune.


Generell bin ich immer wieder erstaunt darüber, dass es so viele Dinge gibt, die man unternehmen kann, nur leider der Informationsfluss (oder in meinem Falle das Gedächtnis) ein wenig zäh ist. Derzeit gibt es viele interessante Dokumentarfilme zu Themen wie Konsum, Klimwawandel, Nachhaltigkeit und Sozialkritik. Problem daran ist, dass wir selten die Möglichkeit haben ohne Sohnemann die kuschlige Höhle zu verlassen und oft auch einfach zu träge sind. Zudem wägen wir immer ab, ob es sich lohnt, dafür einen Babysitter zu organisieren. Denn das organisieren bedeutet Stress und allzu oft können wir das nicht tun. Hach es gibt viele Wildtierparks, Waldgebiete und Vereine zu entdecken. Wie war das?: ich habe eindeutig zu viele Interessen, Ideen und Wünsche! Vielleicht ist auch mein Anspruch an mich und mein Leben, so wie ich es mir vorstelle zu groß. Doch ich hungere quasi nach Input in allen Sinnesbereichen!


Donnerstag, 8. September 2011

nix neues


Ich frage mich, ob es anderen auch so geht: meine Wünsche, Ziele, Idden und Tatendrang wachsen stetig und unproportional zu meinen Möglichkeiten.

Liebend gern würde ich mehr schreiben, Geschichten, Artikel, Blogs, Gedichte, ... und das obwohl noch nicht einmal genug Raum für diesen Blog hier bleibt.
Derzeit stecke ich selbst bei Projekt ID in einem Engpass. Aktuell sollte ich, um endlich vorwärts zu kommen, das Logo entwerfen und am PC entsprechend bearbeiten. Dort schwanke ich übrigens zwischen "schlicht", und "verspielt". Gleichzeitig drückt mir ein CD Booklet im Hinterkopf. Für beides benötige ich meinen Scanner, dessen Programme leider nicht so arbeiten wollen wie sie sollten. Ich hätte doch wohl im Informatik aufmerksamer sein sollen, oder mir wenigstens die Tips und Ratschläge diverser Bekannten merken sollen! Seufz.
Noch dazu trage ich schon seit längerem 2 Bilder in mir, die endlich zu Papier gebracht werden wollen. Ich will einfach immer zu viele Dinge zur selben Zeit.

Dienstag, 6. September 2011

schön


... war der Geburtstag meines Mannes! Meine Schwester war mit ihrer schon soooo großen, zuckersüßen Tochter und Mann zu Besuch. Wir hatten ohne herausragende Erlebnisse, einfach nur eine schöne gemeinsame Zeit. Mein Mann hat sich letztendlich für eine einzige Feier am Sonntag entschieden, was weniger Stress bedeutete. Aaaaber wo kein Stress ist, da macht man sich einfach welchen! Daher begonnen wir ein paar Tage vorher, unseren Flur zu renovieren. Nichts außergewöhnliches, nur ein neuer weißer Anstrich und die Garderobe musste abgebaut werden. Sonntag Morgen frühstückten wir noch gemeinsam mit unserem Wochenend-Besuch, danach werkelten wir an unserer neuen Garderobe.

 
Nach deren Fertigstellung scheuchte ich Mann und Kind in die Schwimmhalle um mich dann in Ruhe (oder auch Hektik) den Aufräumarbeiten zu widmen. Gerade den Tisch fertig gedeckt und den Kaffee bereit gestellt, kamen auch schon die ersten Gäste. Nun konnte ich zum Ersten mal unsere prächtige Esstafel präsentieren! Schön sah sie aus! Ganz feierlich und schick! Bis einer der Gäste auf die Holzwürmer aufmerksam machte. Ich guckte groß. Dann meinte ich, das wäre nur eingekerbt und abgeschabt vom ausziehen der Tischplatten.... Es ärgerte mich. Und dann allmählich akzeptierte ich unser neues Projekt: Holzwurmjagdt!



Dienstag, 30. August 2011

Routine

Ganz allmählich finden wir in eine Art Routine. Das ist gar nicht so einfach, da durch den Kindergartenwechsel ja auch Aufsteh- und Abhohl Zeiten verändert wurden.


 Den Kindergarten finde ich übrigens immernoch super! Mir ist durchaus bewusst, dass ich dort irgendwann Dinge entdecken werde, die mir nicht gefallen. Doch im Vergleich zu unserem vorherigen Kindergarten ist der Unterschied enorm. Er hat dort einen Platz gefunden, an dem er zu jeder Zeit weiß, wen er ansprechen kann und vor allem, wo er hingehört.
Mir wird ganz schwer ums Herz, wenn ich mir bewusst mache, wie schwer es für den Lütten ist, gewohnte Räumlichkeiten, Strukturen und Freunde hinter sich zu lassen. Gleichzeitig erstaunt es mich jedoch umso mehr, dass er, trotz seines schwer zu bändigen Temperaments, relativ ausgeglichen ist. Heute musste ich sogar auf ihn warten, weil er noch zu ende puzzelte!
Wir versuchen zu ein bis zwei seiner Freunde aus dem alten KiGa Kontakt zu halten.
Wir unternehmen oft am Wochenende etwas zusammen, so wie letzten Samstag ein Fledermaushölenbesuch.


Wir spazierten gemeinsam durch düstere feuchte Hölen und hatten keine Angst vor der Dunkelheit, denn: durch das dunkle Regenwetter haben sich unsere Augen längst an schlechte Lichtverhältnisse gewöhnt! (naja und der "Gruppenleiter" hatte natürlich auch eine Taschenlampe) Dank unseres Höhlenführungsgruppenleiters war der Lütte ständig in Panik, wir könnten den Rest der Gruppe verlieren und hat daher akribisch autoritär darauf geachtet, dass niemand die Hand des Anderen loslies. Und doch, fernab der Gruppe (so ca. 20 Schritte) fühlten wir uns ganz abenteuerlich. Fast lautlos kamen Fledermausschwingen näher und näher! Das putzige Tierchen flatterte immer wieder Kreise um unsere Köpfe! Einem der anwesenden Männer wurde ganz mulmig, da er angst um seine Lockenpracht hatte. Wir Frauen lachten und staunten, das kleine Mädchen war fasziniert und unser Sohn schimpfte unentwegt, dass wir weiter müssen, weil die Gruppe schon gaaaanz weit weg war. Also gaben wir nach und ließen uns den ohnehin einzigen Weg, zurück scheuchen.


Unsere beinahe gefundene Routine wird  am Wochenende bereits wieder durchbrochen. Allerdings auf sehr schöne Weise! 1. Meine Schwester kommt gemeinsam mit Mann und zuckersüßer Tochter zu Besuch! 2. Mein Mann hat Geburtstag und will gleich zweifach feiern: einmal Samstag Abend mit der Verwandschaft, und einmal Sonntag nachmittags mit Freunden. Das heißt für mich: Disponieren! Jawohl! Jetzt muss die Frage geklärt werden, womit wir die Gäste bewirten und wann ich das alles vorbereiten soll!


Ich hoffe ich komme trotzdem wenigstens an einem Tag des Wochenendes zum studieren. Da ich das ja im vorgegebenen Zeitrahmen schaffen möchte. Heute habe ich die dritte Einsendeaufgabe eingetütet. Also darf ich nun das nächste Studienheft beginnen! Projekt ID macht mir ein schlechtes Gewissen: ich bin in den letzten 5 Wochen einfach zu nichts gekommen. Ich glaube ich muss meinen Zeitplan/Wochenplan neu überarbeiten!

Sonntag, 21. August 2011

Urlaubsbilanz

Es ist furchtbar. Warum ist der Mensch so negativ eingestellt? Wenn man jemanden fragt: "wie war dein urlaub" bekommt man im besten Falle die Antwort:"schön, ABER hätte ruhig länger sein können"! Seltenst ist jemand ohne ein ABER mit irgend etwas zufrieden. Wie war der Kuchen? Lecker, aber etwas zu viel Sahne. Wie gefällt Dir deine Arbeit? EIGENTLICH ganz gut. Wie war die Party gestern? Lustig, ABER es wurde viel zu spät und heute habe ich Kopfschmerzen. Schmeckt dir die Pizza? Schon, ABER eigentlich sollte ich etwas weniger essen. ... Diese Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Jedem ist es bewusst, jeder ist genervt von den negativen Schwingungen rund herum, und dennoch kann keiner aus seiner Haut. Dabei wäre es doch eine prima Selbstmanipulation diesen Negativismus bewusst zu bekämpfen! Mir ist das alles bewusst, und ich arbeite ganz ganz ehrlich schon seit langem an meiner negativen Ausdrucksweise. Dennoch passiert es immer wieder.


Mein Mann saß mir in einem Café gegenüber und fragte, ob ich zufrieden war mit unserem Urlaub. Trotz meiner Zufriedenheit, kam dann als antwort: "Ja, schon. Aber nächstes Jahr fahren wir weg!"
Und schon schaute ich in ein traurig enttäuschtes Gesicht. Das ist doch wirklich gemein. Dabei war der Urlaub doch wirklich schön! Aber kaum hatte ich diesen Satz ausgesprochen, schon begann mein Gehirn zu rattern und alle Urlaubserlebnisse zu sortieren und zu bewerten. Wahrscheinlich ist das in Hinblick auf die Evolution wichtig, denn wenn überall Zufriedenheit herrscht, strebt ja niemand nach Verbesserung und Weiterentwicklung. Trotzdem macht es doch die Welt zu einem einzigen Depressionsaufmarsch.
In unserem Urlaub hat es tatsächlich (oder auch nur gefühlt) fast jeden Tag geregnet. Sprühregen, kräftige Regenschauer, Nieselregen, Sturm, ... doch selbst das habe ich nicht negativ empfunden. Ich mag Regen. Dank der Erfindung von Gummistiefeln und Regenschirm kann man ganz wunderbare Ausflüge im Nass veranstalten.


Ich hoffe ich bekomme noch alles zusammen, was wir unternommen haben... : Ausflug nach Bremen (nachdem ich dort bei einem Bäcker von einem echten Italiener bedient wurde, zog ich tatsächlich in Erwägung nur noch von Italienern zu kaufen, denn tatsächlich fühlt man sich in einer durchnässten Regenjacke, Gummistiefeln und mit hungrig nörgelndem Kind an der Hand unglaublich geschmeichelt, bei den Worten: " aaah BELLA Senorita, ein croissant für die BELLA Senorita! Bitte BELLA! Ciao BELLA!") In Bremen wollten wir uns eigentlich das auf der homepage angepriesene Space lab des Flughafenmuseums anschauen. Leider war dieses gerade verliehen und so konnten wir nur ein altes Flugzeug von aussen bestaunen und den Fliegern beim starten zugucken. Danach spazierten wir dann im Dauerregen durch das kleine charmante Schnoor Viertel.  Wir waren ebenso in der Kunsthalle in Hamburg, was man nun wirklich nicht mit kleinem Kind und erst recht nicht mit schlechtem Orientierungssinn machen sollte. Teilweise brach ich wirklich in Panik aus, wenn ich Mann und Sohn und auch den Ausgang einfach nicht finden konnte.

 
Natürlich haben wir auch im Hagenbeck Tierpark die Elefanten gefüttert und mit den Streichel-Ziegen um unsere Packung Tierfutter gekämpft. Wir haben zwar gewonnen, das wollte die Ziege aber nicht zugeben und aß genüsslich die erkämpfte Verpackungspappe. An die Nordsee sind wir zweimal gefahren und haben beide Male leider die Ebbe verpaßt - beim nächsten Mal planen wir das besser! Auch bei Freunden in HH waren wir, wo ich sooo gekämpft habe beim SingStar spielen. Ich kann nun mal nicht vor Anderen singen. Nach mehreren Cocktails und einem extremen Lachflash, traute ich mich und alle haben viel gelacht.


Natürlich habe ich in meinem Urlaub weder am Studium, noch am Projekt ID gearbeitet. Dafür kam vorgestern jedoch die Bewertung meiner letzten Hausarbeit. Puh, ich hatte schon etwas Angst den Brief zu öffnen. Denn ich war mir nicht sicher, die Fragestellungen auch richtig verstanden zu haben. Habe ich dann wohl doch, denn: 100 von 100 Punkten. Grins. Ein gutes Gefühl.
Inzwischen ist es nicht mehr Samstag, sondern bereits Sonntag 0:28 Uhr. Mein Mann arbeitet immernoch - er bekam nämlich noch einen Notdienst rein. Und ich versuche mich nun mental darauf einzustellen, dass ich morgen (!!!) wieder zeitig aufstehen und arbeiten muss. Der Gedanke daran macht mich nun doch müde. 

Samstag, 6. August 2011

Den Urlaub haben wir gestartet mit dem geplanten Flohmarkt. Wir dachten uns, es kann ja nichts schaden, die Urlaubskasse aufzubessern. Leider sah es morgens um halb sechs noch gar nicht so gut aus. Kaum auf dem Platz angekommen und Standgebühren bezahlt, begann es in ströhmen zu gießen!  Etwa eine halbe Stunden harrten wir der Dinge und versuchten abwechselnd uns selbst unter einem kleinen Dach trocken zu halten, und unsere eben ausgeladenen Kartons. Beides ist uns nicht besonders gut gelungen. Die Kartons schützten wir mit einer Plane, uns mit Regenjacken. Wir entschieden uns dann dafür einmal kurz heim zu fahren und uns zu trocknen, während wir die mindere Qualität unserer Qualitätsjacken verfluchten. Wir waren nass bis auf die Haut. Bei einem Heißgetränk saßen wir dann zum Kriegsrat und verfolgten via Internet die Regenwolken auf dem Satellitenbild. Unsere liebe Nachbarin gab dann mit Ihrer Entscheidungsfreudigkeit den benötigten Motivationsschub und somit fuhren wir zurück um unsere aufgeweichten Kartons auf den Tapeziertischen zu entleeren.

Tatsächlich waren selbst zu diesem Zeitpunkt schon Kauffreudige unterwegs, die dann, noch während wir aufbauten, neugierig nach ihrem Begehr fragten. Das äußerte sich dann meist in so merkwürdigen Konversationen wie:" Haben die Schlümpfe?", "Nein.", "Warum haben sie keine Schlümpfe?", "Wir haben eben einfach keine." , "Sie brauchen aber welche! Jeder braucht blaue Schlümpfe!" Natürlich begegneten uns auch normale Menschen, sogar solche, die uns fragten, ob wir morgens sehr nass geworden sind, und ihr Mitleid bekundeten. Es war sehr kurzweilig dank unserer Nachbarin. Natürlich haben wir uns auch mal eben selbst versucht zu unterhalten, ging aber leider in die Hose - oder wohl eher ins Auge. In unserem Verkaufsangebot hatten wir auch eine Zwille aus Kunststoff für Kinder. Diese nahm mein Mann, um mir damit Karamellen in den Mund zu schießen. Da er gerade mal 10 cm von mir entfernt war, habe ich den Spaß mitgemacht und meinen Mund schön weit auf... tja was soll ich sagen. Alles ging sehr schnell, meine Reaktionsfähigkeit reichte jedoch aus, mein Auge rechtzeitig zu schließen! Aber es tat weh. Es tat sogar sehr weh. Mein Mann zerfloss vor schlechtem Gewissen, und ich lachte auch später noch, trotz der Schmerzen, über unsere Blödheit.


Alles in allem können wir zufrieden sein, der Gewinn den wir gemacht haben, war wirklich nicht schlecht. Leider war der aber am Montag auch schon komplett ausgegeben. Unsere Katze musste mal wieder zum Tierarzt und nach einmal Blut abnehmen, Fruktosaminwert ermitteln, Insulin, Diätfutter und Rasur auf Grund von extrem verfilztem Fell (unsere Katze hat nun einen Negativ-Iro), hatten wir unseren Gewinn bereits verprasst.  Weitere weniger positive Ereignisse unseres ersten offiziellen Urlaubstages: der Lütte hatte einen Splitter im Knie (!!!) und mein Mann eine Zecke an der Hüfte.

 
Toll war allerdings, dass meine Kollegen mir so einen lieben Gruß zu meinem 10 jährigen Jubiläum geschickt haben. Dazu brachte mir der Briefboote einen superschönen Blumenstrauß von meinen zwei längsten und liebsten Kolleginnen. Kaum war dieser mit Wasser versorgt, klingelte der nächste Strauß - diesmal von meinem Chef - an der Tür. Ich war sehr glücklich und auch Stolz!

Dienstag waren wir dann im  Kletterwald bzw. Hochseilgarten. Dort gibt es auch einen Kinderparcour. Dieser ist eigentlich erst für Kinder ab fünf, aber da mein Mann auch mit nach oben ging, durfte der Lütte trotzdem. Wow, er sah so cool aus in seiner Kletterausrüstung! Und unser Kleiner, der sich oft noch nicht einmal traut auf einer Rutsche zu rutschen, hat das mit bravour gemeistert! Papa musste nur jeweils helfen beim umhaken der Sicherungsseile, da der Lütte nun leider zu klein war um selbst oben ran zu kommen. Ich war sooo stolz! Ich könnte immernoch platzen! Er hatte keine Angst.